1. Mai bei den Naturfreunden

Wunsch nach Verjüngung

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Gut angenommen wurde am 1. Mai das Familienfest der Naturfreunde, zu dessen Gelingen unter anderem Ehrenamtliche und Spielgeräte der Sozialistischen Jugend aus Darmstadt beitrugen.  

Dieburg - Das Haus der Dieburger Naturfreunde auf der Moret war am 1. Mai wieder beliebte Anlaufstelle. Der Verein nutzte das Familienfest auch, um Werbung in eigener Sache zu machen. Von Jens Dörr 

Die Verjüngung der eigenen Mitgliederstruktur ist eine Herausforderung, vor der in diesen Zeiten auch in Dieburg nicht wenige Vereine stehen. Die Naturfreunde bilden dabei keine Ausnahme. Das erläuterte Sabine Schröder, Erste Vorsitzende des Vereins, am Freitag im Rahmen des Familienfests am vereinseigenen Naturfreundehaus auf der Moret, Dieburgs Hausberg. 227 Meter über Normalnull überwog am 1. Mai nicht nur bei Schröder grundsätzlich die Zufriedenheit: Das Wetter spielte regenfrei und besser als prognostiziert halbwegs mit, etliche Familien nutzten das Traditionsfest aufs Neue als Anlaufstelle einer Wanderung oder Radtour.

Wohl 200 Besucher mögen es gewesen sein, die das Areal mit dem neu angelegten, vom Verein ständig gehegten und technisch kontrollierten Spielplatz allein gegen 14 Uhr zeitgleich bevölkerten. Salate, Würstchen, Kaffee und Kuchen – die Bewirtung drinnen wie draußen war einmal mehr Sache der Helfer des Vereins. Lediglich bei der Kinderbelustigung erhielten sie Unterstützung durch das „Rotzfreche Spielemobil“ der Sozialistischen Jugend aus Darmstadt. Auf musikalische Untermalung war diesmal bewusst verzichtet worden. Einige Familien störe das eher, sagte Schröder.

Kundgebung nicht über den Dächern, sondern in der Stadt

Schon vor einigen Jahren war man unterdessen mit der Dieburger Ortsgruppe des Deutschen Gewerkschaftsbunds übereingekommen, die 1.-Mai-Kundgebung nicht mehr über den Dächern der Stadt, sondern auf dem Marktplatz mitten in ihr abzuhalten. Kämpferische Töne schlug somit einzig Schröder selbst an – auf Nachfrage nach dem Status quo der Dieburger Naturfreunde. Die haben mit 130 Frauen und Männern eine stattliche Mitgliederzahl zu verzeichnen, zum Beispiel mehr als der größere Nachbar aus Darmstadt. Die Zahl der sich aktiv für Immobilie und Gelände sowie die Natur einsetzenden Mitglieder benannte Schröder mit „etwa 50“. Die seien überwiegend in höherem Alter, weswegen man sich eine Verjüngung wünsche. Zu der könne auch das Familienfestbeitragen, so Schröder.

Geleistet haben die Naturfreunde um Schröder, die das Amt der Vorsitzenden bereits seit 15 Jahren bekleidet, allerdings auch in ihrer bisherigen Konstitution allerlei. Neben der Pflege von Naturfreundehaus und Grundstück sowie einiger Baumaßnahmen gelang es dem Verein in jüngerer Vergangenheit in erster Linie, eine drei Kilometer lange Wasserleitung von Dieburg  bis  auf die Moret zu finanzieren (wir berichteten). Die Gästezimmer – bis zu 32 Personen können dort untergebracht werden – werden von der angestellten Hausreferentin Anneliese Enders bewirtschaftet und werden laut Schröder auch gern nachgefragt.

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