Nur die Matratze fehlt noch

Neues Studentenwohnheim am Dieburger Mediencampus bereits bezogen

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Noch gibt es einige freie Zimmer im neuen Studentenwohnheim auf dem Mediencampus.

Dieburg -  Wer in diesen Tagen den Dieburger Mediencampus betritt, dem wird sofort ein neues Gebäude ins Auge springen, das sich von den restlichen unterscheidet: Es ist hochmodern, nagelneu und mintgrün. Pünktlich zu Semesterbeginn ist das neue Studentenwohnheim einzugsbereit. Von Konstanze Löw

In den mit hellem Parkettboden ausgelegten Gängen riecht es noch nach Farbe. Kein Wunder, denn das neu gebaute Studentenwohnheim ist „sehr kurzfristig fertig geworden“, sagt Helmut Schreiber, der Betreuer der Immobilie. Auch Tony D´Arelli, einer der Hausmeister des vierstöckigen Neubaus, hat deshalb noch einiges zu tun: Elektriker und Handwerker gehen ein und aus, um die letzten Kleinigkeiten zu erledigen. Obendrein kommen täglich Studenten vorbei, die sich für eines der Appartements interessieren. Denn noch ist erst etwa die Hälfte der rund 22 Quadratmeter großen Appartements belegt.

142 Zimmer gibt es im Neubau. Dass die bald alle belegt sind, daran haben weder Schreiber noch D´Arelli Zweifel: „Der Bedarf ist da, es wird jetzt Stück für Stück voll, die ersten Zimmer wurden zum 1. Oktober vermietet“, erklärt Schreiber. Und die können sich sehen lassen: bodentiefe Fenster, moderne Einbauküche, ebenerdige Dusche mit Glaswand. Vielen anderen Studenten, eingemietet in dunklen zehn Quadratmeter großen Zimmern in Wohngemeinschaften, mag das wie ein Wellness-Tempel erscheinen. 440 Euro müssen die Studenten monatlich für ein Zimmer ausgeben. „Bei den Besichtigungen staunen immer alle, wenn jemand schlucken muss, dann wegen dem Preis“, berichtet D´Arelli ehrlich. „Trotzdem werden täglich drei bis vier Verträge unterschrieben“, fügt er im selben Atemzug hinzu.

Kein Pendeln, keine nervige WG-Suche mehr

So sehen die neuen Zimmer aus. Foto: Löw

Für ein Appartement im Wohnheim hat sich auch die 23-jährige Johanna aus Mainz entschieden. „Ich bin das ganze letzte Semester gependelt, das war zeitraubend. Lieber bezahle ich etwas mehr Geld und wohne direkt am Campus, als noch ein halbes Jahr auf WG-Suche in Darmstadt zu gehen.“

Auch der Informationswissenschaftler Davide hat sich für ein Zimmer entschieden. Ihm gefällt besonders, dass die Zimmer möbliert sind. „Nur um eine Matratze muss ich mich noch kümmern“, schmunzelt er. Und selbst wenn alle Zimmer vermietet sind, soll im Wohnheim noch nicht alles erledigt sein. Denn bereits jetzt wird schon am Außenbereich gearbeitet. Es sollen noch Fahrradständer und neue Parkplätze entstehen.

Außerdem ist eine Grünfläche vor den Wohnheim geplant. „Dann haben die jungen Leute alles, was sie brauchen“, so die Einschätzung des Hausmeisters. „Wer nicht jedes Wochenende nach Hause fährt, kann im hauseigenen Waschsalon selbst aktiv werden.“ Doch ein Wermutstropfen, der nur den wenigstens Studenten gefallen wird, bleibt: Auf die Frage, wie es mit Partys in dem Neubau aussehe, antwortet D´Arelli: „Das ist hier nicht erwünscht. In den allgemeinen Aufenthaltsraum werden demnächst Kameras installiert.“ Denn feiern gehen könne man ja schließlich woanders...

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