Schellhaas pflanzt bei SC Hassia

Spitzahorn statt Apfelbaum

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Pflanzten im Beisein von Vereinsvertretern (3. v. r. Detlev Struckmeier) vier Spitzahorns auf dem in Kürze sanierten Hassia-Parkplatz: Landrat Klaus Peter Schellhaas (2. v. l.), Bürgermeister Werner Thomas (3. v. l.) und Tanzschul-Inhaberin Melanie Wehrle.

Dieburg - Wer Landrat Klaus Peter Schellhaas schon bei etlichen öffentlichen Auftritten erlebt hat, der kennt gewiss zwei seiner Klassiker. Der erste ist sein Spruch, hessisch intoniert und in Anlehnung an keineswegs immer überspitze Erlebnisse auf Familienfeiern, beim Überreichen von Schecks. Von Jens Dörr

„Lieber ein Onkel, der was mitbringt, als eine Tante, die Klavier spielt.“ Die zweite Routinehandlung: Zu jedem Jubiläum spendiert Schellhaas einen Apfelbaum. Aus dem wurde auf dem Sportgelände des SC Hassia nun ein Spitzahorn – genauer: vier dieser Art. Denn zur Baumpflanzung am Wolfgangshäuschen trugen kurz vor Ostern auch Bürgermeister Dr. Werner Thomas, Tanzschul-Inhaberin Melanie Wehrle und der Sportclub selbst bei. „Das ist formal der Abschluss des Jubiläumsjahres“, sagte Detlev Struckmeier, der Vorsitzende des Hassia-Vorstands. 2013 wurde der rund 500 Mitglieder zählende, vor allem dem Fußball verschriebene Verein 100 Jahre alt.

Mit dem versprochenen Baum – auch wenn Apfelfan Schellhaas dem Hassia-Wunsch nach einer anderen Pflanze nachkam – wurde es erst jetzt etwas. Thomas und Wehrle – letztere nicht nur mit ihrer Tanzschule Pächterin beim Sportclub, sondern auch in dessen erweiterter Vereinsführung – schlossen sich an. „Ein Baum steht für Wachstum“, schilderte Schellhaas, weshalb er derlei gern vollführt. „Ein Baum steht für Zukunft“, beschrieb unterdessen Thomas und fügte hinzu: „Er steht auch in 100 Jahren noch - dann gucken wir uns das schon aus einer anderen Perspektive an.“

Schellhaas nutzte den Anlass, die Entwicklung des SC Hassia - bei dem er durch seine Lebenspartnerschaft mit Wehrle häufiger zu Besuch ist und in dessen Innenleben er besonderen Einblick hat - seit dem Jubiläum kurz zu skizzieren. „Bei der Hassia ist seitdem viel in Bewegung, viel passiert“, sagte er und sprach die infrastukturellen Maßnahmen der vergangenen zwei Jahre wie die Installation einer neuen Heizung und die energetische Sanierung des Vereinsheims an. Ergänzen könnte man beispielsweise noch das Anlegen des dritten Rasenplatzes, die Einzäunung des vereinseigenen Geländes und die vorbereitenden Arbeiten zur Parkplatzsanierung. „Bei Spielen und Tanzveranstaltungen haben wir das Problem des wilden Parkens, was auch Probleme mit der Feuerwehrzufahrt mit sich bringt“, sprach Struckmeier diesen Punkt an. Er verwies zugleich auf die Optimierung des Untergrunds auf dem ehemaligen Hartplatz sowie die Strukturierung der Parkbuchten. Auch die vier Spitzahornbäume sollen mit zunehmendem Wachstum und erster Belaubung den Parkplatz verschönern. Außerdem stellt der SC Hassia dort neue Fahrradständer auf. 

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