Pfarrer Alexander Vogl hatte sich zum 50. Spenden gewünscht

Stabiler Ambo als Geburtstagsgeschenk

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Pfarrer Alexander Vogl freut sich, dass nun von Spenden, die er zu seinem 50. Geburtstag erhielt, ein ortsfester stabiler Ambo in der Stadtkirche aufgestellt werden kann. Ein Modell kann er schon jetzt vorzeigen. Der Ambo aus Sandstein (in der Mitte) soll zwischen dem Volksaltar und dem Eingang zur Sakristei (links) seinen Platz im Gotteshaus finden.

Dieburg - In der katholischen Pfarrkirche soll noch in diesem Jahr ein neuer Ambo aus Sandstein in der Nähe des Volksaltars aufgestellt werden. Das ist dann ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk, das der Pfarrer an die Gemeinde weitergibt.

Als im Herbst 2014 Pfarrer Alexander Vogl seinen 50. Geburtstag feierte, eine Art Wendemarke im Leben, hatte er sich vorab anstelle von Geschenken Geldspenden für einen Ambo gewünscht. Diese Bitte wurde von den Gemeindemitgliedern erfüllt. Sie spendeten mehr als 20 000 Euro, wie der Pfarrer mit Freude registrierte. Nun kann er im Pfarrhaus schon ein Modell präsentieren, das die künftige ortsfeste Sakraleinrichtung zwischen dem Altar und dem Eingang zur Sakristei zeigt. Der Pfarrer ist sich klar darüber, dass mit den Spenden die Gläubigen selbst den Grundstein für den Ambo gelegt haben. Der wird aus hellem Sandstein in Anlehnung an den Volksaltar gestaltet. Dieser Volksaltar wurde im seit rund 120 Jahren bestehenden Gotteshaus über einer Treppe zum Altarbereich deutlich vor dem Hochaltar im Hintergrund aufgebaut. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde in der katholischen Kirche die Messe nicht mehr wie über Jahrhunderte hinweg in lateinischer Sprache vom Priester mit dem Rücken zum Volk zelebriert, sondern eben in der Landessprache dem Volke zugewandt an einem nahe an das Kirchenschiff herangerückten Volksaltar.

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Der Altar ist der „Tisch des Brotes“, der Ambo der „Platz des Wortes“. „Da wird gepredigt und das Evangelium verkündet“, erläutert der katholische Stadtpfarrer, der noch in diesem Jahr am neuen Ambo predigen will. Das „abkanzeln“ von der Kanzel herab, ist schon lange nicht mehr üblich. Der Pfarrgemeinderat muss nun die Errichtung für den rund 20 000 Euro kostenden Ambo freigeben und auch die Liturgie-Kommission des Bistums zustimmen. Pfarrer Alexander Vogl ist sich sicher, dass sich da keine Hindernisse mehr auftun.

Der Ambo wird mit filigranen Bronze-Ornamenten verziert werden, die sich in der Gestaltung an die aus Sandstein gestalteten Ornamente des Volksaltars anlehnen. Der Hochaltar im Hintergrund wurde einst nach den Entwürfen des Architekten Professor Becker von den Bildhauern Kurt Jina (Koblenz) und Hans Steinlein (Eltville) aus feinem französischen Kalkstein in neugotischem Stil mit vielen Reliefs und Figuren, mit dem Erlöser, Engeln und Heiligen, gestaltet.

Eine weitere Neuerung steht außer der Errichtung eines neuen ortsfesten Ambos (der seitherige ist beweglich) ebenfalls noch in diesem Jahr an. Und das wird auch auf dem Modell bereits angedeutet. Nahe des Eingangs zur Sakristei wird an der Wand des Kirchenschiffs eine Nische eingerichtet, in der eine Reliquie von Sankt Martin aufgewahrt werden soll. Der Heilige Martin ist der Stadtpatron Dieburgs, das diesen einstigen römischen Krieger, der später Bischof in Tours (Frankreich) wurde, sogar im Stadtwappen führt. Da noch als Soldat hoch zu Ross, der seinen Mantel mit einem Schwerthieb mit einem Bettler teilt. Die Reliquie ist ein Geschenk aus Rom, das ein Diakon den Dieburger Katholiken zukommen ließ.

(ka)

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