Theater-AG der Goetheschule spielt Shakespeares „Macbeth“

Intrigantin und Königsmörderin

Dieburg - Shakespeare scheint auch junge Menschen in den Bann zu ziehen. Die Theater AG der Goetheschule hat sich ganz bewusst diesen Klassiker für die kommende Aufführung ausgesucht: „Macbeth“. Von Eva-Maria Lill 

Ein Schrei, rotes Licht flirrt über Holzbretter. Entsetzt stolpert die Zofe aus dem Schlafzimmer: „Die Königin, die Königin ist tot!“ Schwarze Gestalten schweigen, der hochdekorierte Herrscher senkt den Kopf. „Macbeth“ von William Shakespeare ist eine der bekanntesten Tragödien überhaupt. Am morgigen Dienstag, 30. Juni und kommenden Mittwoch, 1. Juli, jeweils 19 Uhr, bringt die Theater AG der Goetheschule das Stück auf die Aula-Bühne. Der Eintritt ist frei.

Die 27 Jugendlichen aus den Klassen fünf bis zehn proben seit Schuljahresbeginn. „Der Wunsch der Schauspieler war es, dieses Jahr eine klassische Tragödie zu inszenieren“, sagt Lehrerin Sandra Vogel. Seit 2006 leitet sie die Theater-AG, 2012 kam Kollege Till Wedel dazu. Beide Lehrer führen gemeinsam Regie. „Es ist gut, dass wir uns nicht auf ein Genre festlegen lassen. Letztes Jahr haben wir mit ,Lucky Luke’ Klamauk gespielt. Diesmal wird es ernster“, sagt Wedel. Die Technik-AG der Schule ist für Licht und Musik zuständig. Das Bühnenbild fällt passend zum Text minimalistisch aus, die Kostümwahl ist schlicht. Schwarz und Weiß, nur Lady Macbeth trägt Rot.

Die Aufführung auf der Aula-Bühne der Goetheschule dauert etwa eine Stunde und basiert auf der Fassung von Giuseppe Verdi. Einige Textstellen wurden bearbeitet und umgeschrieben. Die Grundgeschichte bleibt gleich: Macbeth (Valentin Antes, Zweibesetzung Umut Eke) kommt als siegreicher Feldherr aus dem Krieg zurück. Auf offener Heide prophezeit ihm eine Horde Hexen den schottischen Thron. Er und seine Frau, Lady Macbeth (Julia Fenn, Delu Oesterreicher) können nicht widerstehen: Sie töten den König und geraten immer tiefer in den Strudel von Wahnsinn und innerer Selbstzerstörung.

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