Erst bei der Moderation wird es schwierig

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„PocoLoco-Sänger“ haben beim Einspielen eines musikalischen Beitrags für ein HR3-Gewinnspiel viel Spaß. Gaben für ihren Radiosender musikalisch Vollgas: Matthias Hartnagel (l.) und Erik Hertkorn, angefeuert von HR3-Mitarbeiterin Daniela Köhler.

Dieburg - Eigentlich singen sie im Rudel. „PocoLoco“, ein Chor, der sich gerne mit dem Attribut „verrückt“ schmückt. Am Freitag betrat die Hälfte des Ensembles musikalisches Neuland: als HR3-Interpreten. Von Ursula Friedrich 

Ihre Solostücke werden auf dem Radiosender in den kommenden Wochen eingespielt - wer den Song errät, gewinnt einen Kopfhörer. Freilich singen die Chorsänger nicht so schief, dass man lange rätseln müsste, um welchen Hit es sich handelt. Die Crux: das jeweilige Lied wird nur ein paar Sekunden angespielt - a Capella.

Den Lieblingstitel ins Mikrofon von HR-Redakteurin Daniela Köhler zu zwitschern, war am Freitag im Nu geschehen. Damit dies im etwas sterilen kleinen Saal der Römerhalle mit viel Charisma gelang, soufflierte der HR-Profi. Köhler strahlte Enthusiasmus aus, wippte, swingte und sang, zumindest mimisch, mit. „Supergeil“, kommentierte sie die Darbietung einer „PocoLoco“-Sängerin, „ich hatte richtig Gänsehaut.“

Auch Profis verhaspeln sich mal

Mit zwei Kollegen geht Daniela Köhler derzeit im südhessischen Raum auf Stimmenfang. Dass man im Gesangs-starken Dieburg fündig wurde, ist Suchmaschine Google zu verdanken. Nach der erfolgreichen Internetrecherche fragte der Radiosender an und vom 20-köpfigen Chor „PocoLoco“ sagten zehn Mitglieder spontan für die Aktion zu.

„Das Schwierigste ist das Sprechen danach“, gestand Matthias Hartnagel, der seinen Song im ersten Anlauf mühelos intonierte. Hier bewegten sich die Interpreten auf sicherem Terrain. Wenngleich selten als Solisten. Dann kam die Anmoderation des eigenen Stücks. Schnell hatte man sich verhaspelt, den eigenen Namen vergessen. Urplötzlich gestottert. „Das passiert mir auch laufend“, lachte Daniela Köhler locker. Und lieferte kurze Zeit später den Beweis: „Ich höre im Radio Auto!“

Ein Ständchen zum Abschluss

Mit ein bisschen Lampenfieber hatte ein anderer „PocoLoco-Sänger“ seinen Part inzwischen gemeistert: „Ich höre HR3 am liebsten beim Suppe kochen!“ und mit dieser Aussage auch eine kleine Anekdote mitgeliefert. „Ich höre HR3 am liebsten beim Heimwerken“, berichtete Erik. Ein Chorkollege bei der Arbeit als Kieferchirurg.

„Die meisten Leute bereiten sich sehr gut vor, wenn ich komme“, lobte Daniela, die im HR-Pulli mit Mikrophon und Aufnahmegerät in den vergangenen Wochen in Küchen und Wohnzimmern, zwischen Sofakissen und Hauskatze saß, um Lieblingshits von Hörern für das HR3-Gewinnspiel aufzuzeichnen.

Dass Dieburgs Chor „PocoLoco“ auch im Ganzen begeistert singt, wurde im Anschluss an die gut zweistündige Aufzeichnung doch noch unter Beweis gestellt. Unter Leitung von Rodrigo Affonso gab es ein Ständchen für Daniela Köhler. Und mit dem Adele-Stück „Rolling in the Deep“ lieferte das Ensemble auch gleich das zugehörige Gänsehautgefühl mit.

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