Energie- und Baumesse könnte noch mehr heimische Unternehmen vertragen

Bei Dieburgern „Luft nach oben“

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35 Aussteller berieten die Besucher bei der „2. Energie- und Baumesse“ in der Römerhalle. Organisiert hatte sie Unternehmer Detlef Garthen (vorne rechts).

Mit seinem Betrieb Messeservice Garthen (Kempten) war der Unternehmer nach 2014 nun schon zum zweiten Mal zu Gast an der Gersprenz. Von Jens Dörr 

Seitens Sylvia Tautz von der städtischen Wirtschaftsförderung erhielt er erneut viel Lob für die angenehme und unkomplizierte Zusammenarbeit: „Er kümmert sich um wirklich viel“, so Tautz und nannte die Werbung für die Messe als ein Beispiel. Garthen hatte beispielsweise eifrig plakatieren lassen, nicht nur in Dieburg, sondern eigenen Angaben zufolge auch im Umkreis von 20 Kilometern. Zudem hat die Stadt mit Garthen einen weiteren zuverlässigen Mieter der Römerhalle gefunden, die nach ursprünglichen Kalkulationen allerdings noch wesentlich mehr Messeveranstaltungen als bislang beherbergen sollte. Garthen stellte heraus, das Interesse der Gewerbetreibenden sei alles in allem groß gewesen. Die begrenzte Fläche des großen Saals der Römerhalle habe zwar nicht alle Interessenten zum Zug kommen lassen. Angesichts des Feiertags am Samstag habe man aber auch einen Teil des Parkplatzes nutzen können, weil der Penny-Markt geschlossen hatte. Das machte sich etwa die Entega zunutze. Garthen machte allerdings keinen Hehl daraus, dass es beim Anteil der Dieburger Unternehmen auf der Energie- und Baumesse noch Luft nach oben gebe: „Normalerweise sollten es zwei Drittel einheimische Betriebe sein und ein Drittel von außerhalb.“ Am Wochenende sei es eher umgekehrt gewesen.

Zwei der Dieburger, die auf der Messe Rede und Antwort standen, waren Wolfgang und Florian Fäth von der gleichnamigen, 25 Mitarbeiter starken (Wolfgang Fäth: „Tendenz steigend“) Schreinerei im I-Nord. Sie präsentierten unter anderem eine Tür, für die es keinen Schlüssel mehr braucht, die sich stattdessen per Fingerabdruck öffnen lässt. Auch Dieburger Betriebe wie BauRosenkranz und Glas-Lerchenmüller waren beispielsweise vertreten. Aus der Nachbarschaft widmete sich beispielsweise Michael Richter (Bäder- und Heizungsfachbetrieb Michael Richter GmbH aus Georgenhausen) in einem der Vorträge der Frage, wie sich mittels Wärmepumpen dauerhaft hohe Heizkosten vermeiden lassen. Auch Großunternehmen wie der Frankfurter Energieversorger Mainova (3 000 Mitarbeiter und mehr als zwei Milliarden Euro Jahresumsatz) stellten sich vor.

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

Den „Tag der Deutschen Einheit“, der den Samstag zum Feiertag machte und damit einkaufende Innenstadt-Laufkundschaft an der Römerhalle verhinderte, thematisierten zur Eröffnung sowohl Bürgermeister Werner Thomas als auch Garthen. „Wir wollten dem Termin Anfang Oktober trotz des Feiertags treu bleiben“, so Thomas. „Wer kommen will, der kommt auch“, meinte Garthen, der eher das sehr gute Wetter als mögliches Besuchshemmnis einstufte. Gewerbevereinsvorsitzende Evelin Allmann – mit der Raumausstattung ihres Mannes Gerd ebenfalls auf der Messe vertreten – hob hervor: „Die Entscheidung, die Messe noch einmal zu machen, fiel nicht schwer.“ Der Mehrwert für die Besucher: „Die hiesigen Fachbetriebe schützen Sie vor falscher Beratung - und damit auch Ihren Geldbeutel.“

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