Margarete Sauer ist Dezernentin für Nachmittagsbetreuung

Eine liberale Senkrechtstarterin

Darmstadt-Dieburg - Die Fraktion der FDP im Kreistag ist durch die jüngsten Kommunalwahlen nicht nur um ein Mandat gewachsen, sondern auch zum Juniorpartner in einem Dreierbündnis mit SPD und Grünen geworden.

Margarete Sauer.

Wunsch des Fraktionsvorsitzenden Wilhelm Reuscher war es, diese Beteiligung an der Macht auch personell abzubilden. Nun ist Margarete Sauer ehrenamtliche Dezernentin für die Nachmittagsbetreuung an den Schulen im Landkreis. Die weithin als streitbare Leiterin des Max-Planck-Gymnasiums (MPG) in Umstadt bekannte Pädagogin ist bisher politisch nicht in Erscheinung getreten. Mitglied der FDP ist sie erst seit vergangenem Herbst. Als Leiterin des aus allen Nähten platzenden einzigen Vollgymnasiums im Landkreis hat die 64-Jährige in den vergangenen Jahren immer wieder Auseinandersetzungen mit dem grünen Kreisschuldezernenten und inzwischen zum Vizelandrat aufgestiegenen Christel Fleischmann gehabt. Mittlerweile hat sie durchgesetzt, was sie immer wollte: einen Ausbau des Dachgeschosses im Altbau an der Realschulstraße und einen Erweiterungsbau auf dem Schulgelände. Und unter dem Dach des Bündnisses ist der Ton freundlicher geworden.

Politische Differenzen mit dem erklärten Anhänger der „Einheitsschule“ bleiben allerdings: „Ich bin Anhängerin der pädagogischen Vielfalt, und die Eltern sollen auf breiter Basis ihre Wahl zwischen verschiedenen Schulformen treffen können“, sagt die gebürtige Düsseldorferin. Für ihr neues Ressort ist zum einen ein Teil aus der Fleischmann zugeordneten baulichen Unterhaltung der Schulen im Landkreis, zum anderen ein Teil aus dem für Betreuung zuständigen Sozialbereich von Rosemarie Lück herausgelöst worden. Alle Beteiligten finden die Zusammenführung sinnvoll. Sauer hat zudem ein Mandat in der Groß-Umstädter Stadtverordnetenversammlung, zusätzlich agiert die Lehrerin auch noch im FDP-Landesfachausschuss Schule. Ende Februar 2017 ist Schluss mit Rektorin, dann will sie sich mit zusätzlicher Kraft ihrer Aufgabe im Landkreis widmen. „Vorerst werde ich aber erst einmal an den Schulen eine Bestandsaufnahme machen. Dann kann ich bestimmen, wie es inhaltlich weitergeht.“ (hol)

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