Umweltpreis des Bistums Mainz ist Lohn für ihre Mühen im Franziskusgarten der Klosteranlage

Erntezeit bei der Gartengruppe

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Anerkennung für viel Engagement und Arbeit: Der dritte Preis des Umweltpreises des Bistums Mainz ging an die Gartengruppe der Pfarrei St. Peter und Paul in Dieburg für den Franziskusgarten in der Klosteranlage.

Bingen/Dieburg - Diese Anerkennung ist mehr als verdient: Die engagierte Gartengruppe der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul, die die Klosteranlage zum viel beachteten Franziskusgarten umgestaltet hat, hat einen der Umweltpreise des Bistums Mainz erhalten.

Der Mainzer Diözesanadministrator, Prälat Dietmar Giebelmann, hat am Freitag im Rahmen des ökumenischen Tages der Schöpfung in Bingen den mit insgesamt 5500 Euro dotierten Umweltpreis des Bistums Mainz verliehen. Der mit 2000 Euro dotierte erste Preis ging an das St. Josephshaus Groß-Zimmern für das Projekt „Die Schöpfung erhalten! Go Green!: Öko-Fußabdruck verkleinern“. Den dritten Preis (1000 Euro) erhielt die katholische Pfarrgemeinde St. Peter und Paul für den Franziskusgarten im ehemaligen Kloster. Ausgezeichnet wurden insgesamt fünf Projekte aus Pfarreien und Einrichtungen des Bistums Mainz. Giebelmann überreichte den Preisträgern gemeinsam mit dem Umweltbeauftragten des Bistums, Dr. Franz Jakob Hock (Dieburg), einen symbolischen Scheck und eine Urkunde. Bei der sechsten Ausschreibung des Preises waren Projekte zur „Bewahrung der Natur vor Ort“ gesucht worden. Eine unabhängige Jury hatte die Preisträger ausgewählt.

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken würdigte in ihrem Grußwort die verschiedenen Preisträger: „In Pfarrgärten, mit einem Vogelpfad oder mit Honigbienen im Pfarrstuhl zeigen die Preisträger kreativ und engagiert, wie wir der Natur Raum und Schutz gegeben und unsere natürliche Lebensgrundlagen bewahren können. Der Klimawandel der letzten 100 Jahre ist zu 100 Prozent menschengemacht. Starkregen, kranke Wälder und Artenschwund – die negativen Folgen für Mensch und Natur sind inzwischen in unserem Alltag angekommen.“ Der Umweltpreis des Bistums und der Ökumenische Tag der Schöpfung seien eindrucksvolle Beispiele dafür, wie sich die christlichen Kirchen dieser Verantwortung stellten.

Renate Labonté, stellvertretende Leiterin der Abteilung „Klimaschutz, nachhaltige Stadtentwicklung, biologische Vielfalt“ des Hessischen Umweltministeriums überbrachte die Glückwünsche von Umweltministerin Priska Hinz. Der Umweltpreis mache deutlich, dass „eine christliche Lebensweise und das Übernehmen von Verantwortung zusammengehören“, sagte Labonté. Sie erinnerte an den vierten Hessischen Tag der Nachhaltigkeit, der am 22. September stattfindet. Seit dem Jahr 2010 feiert die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland jährlich einen Ökumenischen Tag der Schöpfung. Er geht auf eine Anregung des damaligen Ökumenischen Patriarchen Dimitrios I. zurück, einmal im Jahr „gemeinsam zum Schöpfer zu beten“. Dieser Tag wird bundesweit begangen und regt dazu an, das Lob des Schöpfers gemeinsam anzustimmen und gleichzeitig die eigenen Aufgaben für die Bewahrung der Schöpfung in den Blick zu nehmen. eha

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