Am Fastnachtsdienstag geht es zurück auf die alte Strecke

5000 sind bei den beiden Umzügen dabei

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Närrisch bunt geht es beim Umzug am Fastnachtsdienstag auf Dieburgs Straßen zu.

Dieburg - Mit einer Rückkehr auf die alte Strecke und insgesamt 5 000 bunt kostümierten Teilnehmern sorgt der Karnevalverein Dieburg (KVD) in diesem Jahr aufs Neue für seine beiden Fastnachtsumzüge – zwei klare Höhepunkte der südhessischen Narretei. Von Jens Dörr 

Am morgigen Sonntag (31., Start um 13.33 Uhr) schlängelt sich der Kinderumzug durch die Straßen, am Fastnachtsdienstag (9. Februar, Start ebenfalls um 13.33 Uhr) der große Umzug. Gutenbergschule und Stoppelhopser marschieren in diesem Jahr quantitativ vornweg. Stärker involviert ist erstmals der Privatradio-Sender FFH. Der Kinderumzug, für den sich der Begriff „kleiner“ Umzug ob seiner stattlichen Anzahl an Mitwirkenden fast schon verbietet, geht diesmal mit 1 900 Teilnehmern auf die Strecke. Dabei sind 21 Dieburger Fastnachtsgruppen, 16 Kindergärten, Schulen und Vereinsabteilungen sowie einige Musikkapellen. An beiden Umzügen zusammen mischen in diesem Jahr 19 musizierende Formationen mit. Das ist nur eine von vielen interessanten Zahlen, die KVD-Zugmarschall Thomas Lewis (steckte vorab 70 Arbeitsstunden in die Organisation und tauschte sich unter anderem mit einem Zuggruppen-Ausschuss aus) in diesen Tagen zu Dieburgs Fastnachtsumzügen mitzuteilen hat.

Zu den Fakten gehört auch, dass die Gutenbergschule beim Kinderumzug die größte Gruppe darstellt: Sie hat sich beim KVD mit 155 Personen angemeldet. Die Kita Dreikäsehoch hat 95 Teilnehmer zugesagt, die gleiche Zahl auch die Marienschule. Der Kinderumzug nimmt in diesem Jahr folgenden Weg: Start ist im Steinweg, dann folgen Rheingaustraße, Zuckerstraße, Altstadt, Marienstraße, Minnefeld, Steinstraße und die Auflösung am Marktplatz. Der große Umzug kann sich in diesem Jahr wieder durch die Frankfurter Straße schlängeln. Sein Weg: Start im Burgweg, dann Alte Mainzer Landstraße, Steinweg, Rheingaustraße, Hinter der Schießmauer, Ringstraße, Aschaffenburger Straße, Frankfurter Straße, Minnefeld, Steinstraße und Auflösung am Marktplatz. 3 100 Narren sind insgesamt gemeldet. Unter den 111 Nummern sind 74 Fußgruppen.

Die größte – laut gemeldeter Teilnehmerzahl – sind die Stoppelhopser, die als Hexen mitmachen und 65 der schaurigen Figuren präsentieren wollen. Es folgen die Haxnknacker, die 56 Personen auf die Beine bringen wollen, und die Krotzequetscher mit 54. Neue Gruppen mischen in diesem Jahr keine mit, allerdings erstmals Radiosender FFH mit einem Motivwagen, von dem aus Hessens Branchenführer nach dem Umzug auf dem Marktplatz noch für Unterhaltung sorgen will. Zudem habe sich „hoher Besuch aus dem Kaiserreich ÄLA“ angekündigt, deutet Lewis eine weitere Besonderheit an. Erneut gibt es für Gruppen, die mitlaufen wollen, eine Warteliste.

Kinderumzug in Dieburg

Bei den Kostümen gebe es diesmal keine bestimmte thematische Tendenz, so Lewis. Einmal mehr den Kampf angesagt hat der Zugmarschall den auch im vergangenen Jahr entstandenen Lücken beim großen Umzug. Unter anderem die Rückkehr auf den alten Zugweg soll hier – neben dem Appell an die Gruppendisziplin und die bestmögliche Verteilung der großen Wagen über die 111 Nummern hinweg – für Abhilfe sorgen.

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