Älteren Dieburger: Es geht auch ums Heimatgefühl

Resonanz auf Angebot von Stadt und Seniorenbeirat ist gut

+
Der Seniorennachmittag der Stadt, der am Freitag in der Römerhalle stattfand, ist ein beliebter jährlicher Treffpunkt. 

Dieburg - „Wir sind mit 450 Personen sozusagen ausverkauft. Viel mehr hätten aus Kapazitätsgründen nicht reingepasst“, so der Vorsitzende des Seniorenbeirats Heinrich Boller. Zusammen mit der Stadt Dieburg hat das Gremium den Nachmittag für die älteren Dieburger in der Römerhalle organisiert. Von Michael Just 

Auf die über 70-jährigen Dieburger wartete am Freitag eine Kaffee- und Kuchentafel sowie ein ansprechendes Unterhaltungsprogramm mit Jürgen Poth und den frech-spritzigen Sängerinnen der Pepperroses aus Messel. Die Dieburger Seniorenarbeit würdigte zudem mit seiner Anwesenheit Friedel Rau von der Landesseniorenvertretung Hessen. Rau nahm, extra um in der Gersprenzstadt dabei zu sein, den Weg von Wiesbaden nach Dieburg auf sich. Bürgermeister Dr. Werner Thomas freute sich in seiner Begrüßung über den Zuspruch in der Römerhalle und lobte die ausgesprochen gute Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat. Das Kompliment gab Heinrich Boller zurück. „Das ist nicht selbstverständlich, dass sich die Stadt in dieser Weise engagiert“, hob Boller heraus und führte neben der Kostenübernahme auch den freien Fahrdienst für gehbehinderte Senioren durch die Johanniter an.

In der Vergangenheit fand der Seniorennachmittag auch schon im Rahmen des Schlossgartenfestes oder beim Maimarkt statt. Beide Veranstaltungen erwiesen sich allerdings nicht als ideal: Beim Schlossgartenfest war es vielen Senioren zu heiß im Zelt. Beim Maimarkt störte die Unruhe, die ein solcher Markt als Nebenerscheinung mit sich bringt. „Die Römerhalle scheint der ideale Ort. Hier lässt sich einfacher gestalten und wird sind wetterunabhängig“, beschreibt Boller die Vorteile. Der Seniorenbeirat unterteilt sich in mehrere Arbeitskreise, die sich um Themen und Veranstaltungen wie Singen und Tanzen kümmern. Laut Boller werde er oft gefragt, warum Seniorennachmittage nötig sind. Als Antwort führt er einen Aspekt an, der nicht sofort mit dieser Veranstaltung verbunden wird: „Es geht neben der Zugehörigkeit auch um das Heimatgefühl“, erklärt er.

„Ich habe das Alter. Und deshalb komme ich auch“, sagte eine 80-Jährige über ihre Beweggründe. Eine andere Dame verbindet ihr Kommen mit der Freude, dass sich Leute treffen lassen, die sie sonst das ganze Jahr nicht sieht. Das sind zum Teil sogar Nachbarn, die in der gleichen Straße nur wenige Meter entfernt wohnen.

Archivbilder

Bilder: Schlossgartenfest in Dieburg

Kommentare