Projektentwickler in „Zuckerstraße 23“

Größter Leerstand beseitigt

+
„Ladengeschäft vermietet“, ist am Objekt „Zuckerstraße 23“ derzeit zu lesen. Projektentwickler Früchtenicht und Riedel Bau sind schon drin, in Bälde eröffnet ein Vodafone-Shop. In der Zuckerstraße wird damit der größte und praktisch einzige Leerstand in Kürze beseitigt.

Dieburg - Der größte Leerstand der Dieburger Innenstadt ist in Kürze beseitigt: Ins ehemalige Geschäft von Foto-Deutschländer zieht demnächst Vodafone ein. Projektentwicklung Früchtenicht und Riedel Bau sind dort schon ansässig. Von Jens Dörr 

Mit dem nahenden Abschluss des Wiederaufbaus des „Steinmetz-Hauses“ und dem Verschwinden des dortigen Bauzauns wird Dieburgs Fußgängerzone demnächst wieder ein Stückchen attraktiver. Einen großen Schritt voran bringt die Zuckerstraße in Kürze aber auch eine weitere Entwicklung: Der größte und praktisch einzige Leerstand in der Zuckerstraße, das ehemalige Foto-Deutschländer-Geschäft (für kurze Zeit auch Outdoor Aktiv), wird bald vollständig bezogen. Zwei neue Unternehmen sind schon drin, wenngleich für Passanten nicht sichtbar. Der vordere Teil des Ladengeschäfts folgt in wenigen Wochen. Am traditionsreichen Standort gegenüber des Fastnachtsbrunnens zieht im Sommer der Telekommunikationsanbieter Vodafone ein. „Das Geschäft wird nicht von einem Franchisenehmer, sondern direkt von Vodafone betrieben“, kündigt Christian Früchtenicht, Geschäftsführer der Projektentwicklung Früchtenicht GmbH, im Gespräch mit unserer Zeitung an.

Die Früchtenicht GmbH hat nicht nur die gesamte Immobilie „Zuckerstraße 23“ gekauft und sie mithilfe des unternehmerisch in Groß-Zimmern ansässigen und in Dieburg wohnenden Maklers Stefan Blank vermietet. Die GmbH – vorher in Babenhausen ansässig – ist im Mai auch selbst als Nutzer eingezogen. Zusammen mit der Riedel Bau GmbH bildet der Projektentwickler eine Büro- und Eigentümergemeinschaft. Riedel Bau ist neben Früchtenicht der nächste Zugang für Dieburgs Wirtschaft: Das Unternehmen hat seinen Sitz von Gundernhausen an die Gersprenz verlagert.

Im Inneren sieht die Neuaufteilung der 350 Quadratmeter großen Ex-Deutschländer-Fläche eine Abtrennung im Erdgeschoss vor, hinter der Früchtenicht und Riedel Bau ihre Büros haben. Zur Fußgängerzone hin wird Vodafone (das mit einer kleineren Vertretung bereits in der Zuckerstraße zu finden ist) in Bälde größer in Erscheinung treten. Im ersten Stockwerk bleibt wie bisher ein privater Bildungsanbieter der Immobilie erhalten. Die beiden darüber liegenden Wohnungen sind auch neu vermietet.

Dass die Projektentwicklung Früchtenicht GmbH nun in Dieburg ansässig ist, hängt nicht nur mit dem laut Geschäftsführer attraktiven Umfeld („Hier haben Sie den Bäcker und den Metzger direkt nebenan“) zusammen. „Es drückt auch aus, dass wir unsere Aktivitäten stark hierher verlagert haben.“ Die große Referenz des Unternehmens in Dieburg ist die Entwicklung des Campus-Areals. Mit der Stadt steht die Früchtenicht GmbH derzeit wegen der erhofften Ausweitung des Wohngebiets am westlichen Ende der Aubergenviller Allee in Gesprächen. „Wir stehen Gewehr bei Fuß – es hängt nur noch an der Politik“, so Früchtenicht.

Kommentare