Landkreis investiert in Schulen

Gutenbergschule ist bereit

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Nach dem Fehlstart wegen eines Wasserschadens musste die neue Gutenbergschule saniert werden. Zum 7. September aber ist sie bereit für den Wiedereinzug der Schüler.

Darmstadt-Dieburg - Der Landkreis Darmstadt-Dieburg hat die als Reaktion auf die Weltfinanzkrise 2008 aufgelegten Investitionsprogramme von Bund und Land genutzt, um seine Schulen zu sanieren und zu modernisieren.

Daraus ist ein Programm entstanden, mit dem bis 2019 rund 210 Millionen Euro investiert werden sollen. Personelle Engpässe im DaDi-Werk führen jedoch zu einem Investitionsstau. Ein aktueller Überblick zeigt: Auch im Osten des Landkreises dauert manches länger als erhofft. Die Nachrichten aus Dieburg sind zwiespältig. Die guten zuerst: Die Sanierung der neuen Gutenbergschule gelingt termingerecht.

Alle Arbeiten an der Bausubstanz des durch unsachgemäße Bodenarbeiten und daraus folgende Lecks der Heizungsanlage geschädigten Neubaus sind abgeschlossen, die Möbel sind zurückgekehrt, kistenweise steht derzeit das Lernmaterial bereit, um wieder in die Schränke eingeräumt zu werden. Zum Beginn des neuen Schuljahres am 7. September sind alle Räume wieder nutzbar.

Nur ein paar Dutzend Meter weiter wird intensiv an der Gustav-Heinemann-Schule gearbeitet - so wie es das Lehrerkollegium und zahlreiche Eltern vor einigen Monaten mit einer Protestversammlung eingefordert haben. Im Gebäude sind derzeit unter anderem alle Deckenverkleidungen entfernt, und beim Rundgang fragt man sich, wie diese Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung sowie einer Abteilung körperlich-motorische Entwicklung mit den daraus resultierenden besonderen Anforderungen ans Raumprogramm bis zum Schuljahresbeginn wieder nutzbar sein soll. Es wird nicht der letzte Sanierungsabschnitt sein. Insgesamt 5,5 Millionen Euro sind bis 2019 veranschlagt.

Weiter warten müssen Schüler und Lehrer des Alfred-Delp-Oberstufen-Gymnasiums auf den Beginn der auf knapp zehn Millionen Euro taxierten Sanierung des Betonskelettbaus. Im Plan steht die Hälfte der Mittel für 2017, aber aktuell verlautet aus der Kreispressestelle, dass erst 2018 mit Planungen und Ausschreibungen begonnen wird, mithin mit einem Baubeginn 2019 zu rechnen ist. Dafür soll jetzt der Neubau einer Mensa für den gesamten Schulcampus auf der Leer vorgezogen werden, für den knapp vier Millionen Euro in 2018 vorgesehen sind. Nun soll bereits zum Beginn des kommenden Jahres die Planung aufgenommen werden, Baubeginn könnte dann 2017 sein, heißt es aus der Pressestelle des Landkreises.

Zurückgestellt ist der Anbau eines Aufzugs an den NaWi-Trakt der Goetheschule - aus den bereits angesprochenen Kapazitätsgründen. In Groß-Umstadt wird derzeit im Dachgeschoss des Max-Planck-Gymnasiums (MPG) gearbeitet. Die Nutzer dieses einzigen „Vollgymnasiums“ im Landkreis klagen seit Jahren über chronische Raumnot. Im Dachgeschoss sollen zusätzliche Klassenräume entstehen, für die aus Brandschutzgründen auch ein zusätzliches Treppenhaus gebaut werden muss.

Außerdem gibt es Gespräche zwischen Kreisverwaltung und evangelischer Kirche über die Nutzung der benachbarten Kindertagesstätte und des frei gewordenen Hauses der Diakonie, im DaDi-Werk wird zusätzlich über ein Ergänzungsgebäude auf Stelzen längs der Schulstraße nachgedacht. Termine gibt es dafür noch nicht.

In Münster tut sich was an der Schule auf der Aue, die bereits einen neuen Trakt für die Naturwissenschaften erhalten hat. Derzeit läuft im Hauptgebäude die Schadstoffsanierung für den ersten Bauabschnitt. Insgesamt sind für energetische Sanierung und Umbau zu „Lernlandschaften“ vier Bauabschnitte bis 2020 geplant. Das finanzielle Gesamtvolumen aller Maßnahmen wird auf rund 23 Millionen Euro beziffert. (sr)

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