Bürgermeisterwahl in Dieburg

Hein Gottfried Fischer (73) will als Unabhängiger antreten

Dieburg - Langsam kommt Bewegung in die Frage, welche weiteren Kandidaten noch für die Bürgermeisterwahl am 12. März 2017 antreten. Bislang hat lediglich Renee Exner (CDU) seinen Hut in den Ring geworfen. Von Lisa Hager 

Hein Gottfried Fischer im Kandidaten-T-Shirt.

Gestern hat überraschend ein unabhängiger Bewerber seine Kandidatur angekündigt. Hein Gottfried Fischer (73) aus Gangelt bei Aachen ist derzeit in Dieburg auf der Suche nach Unterschriften, die seine Kandidatur unterstützen. 74 braucht er, mehr als die Hälfte hat er schon. „Die bekomme ich mit Sicherheit zusammen“, sagt er im Gespräch mit dem DA. Er hat Erfahrung: 2014 forderte er den langjährigen Amtsinhaber (CDU) seiner Heimatstadt heraus. „Damals bekam ich locker 600 Unterschriften zusammen und holte bei der Wahl immerhin 14 Prozent“, sagt er selbstbewusst. Wie aber kommt der in Duderstadt bei Göttingen Aufgewachsene auf Dieburg? „Das habe ich gegoogelt“, räumt er ein. Das kleinstädtische Milieu mit Fachwerkhäusern sei ihm aus seiner Heimat her sehr vertraut. Und er habe für sich eine neue Herausforderung gesucht. „Ich muss etwas tun, das war die Botschaft meines Körpers“, begründet er, der viele Jahre als Entspannungspädagoge tätig war, seinen Schritt. Fischers berufliche Vergangenheit ist breitgefächert. „Mit Einzelhandelskaufmann fing es an“, steigt er in seinen Lebenslauf ein. Später war er Zollbeamter im Harz, dann hat er Sozialpädagogik studiert und im Gesundheitsbereich gearbeitet.

Fischer ist Mitglied der Grünen, tritt aber als Unabhängiger an. Mit den in Dieburg vertretenen Parteien und Gruppierungen hat er schon Kontakt aufgenommen. „Bislang habe ich aber noch kein Echo bekommen“, sagt er. Außer vom „Runden Tisch“ (aus dem Umfeld der Bürgerinitiative Bebbauung Dieburger Dreieck), mit denen er sich gestern getroffen hat. „Soziale Kompetenz wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger“, sagt er. „Und die habe ich.“ Er will möglichst viele mit ins Boot nehmen, denn erst wenn die persönlichen Beziehungen stimmten, könne man auch die Sache zielgerichtet angehen.

Am Herzen liegt ihm vor allem die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und die Stärkung des ortsansässigen Gewerbes. Fischer: „Aber am wichtigsten ist, dass das soziale Gefüge funktioniert.

Rubriklistenbild: © Hager

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