Vandalismus beim SC Hassia

Tor zum Minispielfeld landet im See

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Das gerade neu instand gesetzte Tor zum Minispielfeld auf dem Hassia-Gelände wurde gewaltsam entfernt und nebenan von der Brücke geworfen. Der Verein plant nun Videoüberwachung.  

Dieburg - Hässliche Überraschung an Weihnachten: Der SC Hassia Dieburg, der 2014 intensiv an seiner Infrastruktur gearbeitet hatte, ist erneut Opfer von Vandalismus geworden. Das bemerkte der Verein am ersten Weihnachtsfeiertag. Von Jens Dörr

Der SC Hassia stellte daraufhin nicht nur Strafanzeige, sondern hat sich nun auch hilfesuchend an die Stadt gewandt.  Mitte Dezember schloss der Sportclub die Erneuerung des Zauns um sein vereinseigenes Gelände ab, um sich auf der Westseite vor Wildschweinen und insgesamt auch vor immer wieder unerlaubt das Areal betretenden Menschen – meist keine Hassia-Mitglieder – zu schützen. Der Nebenplatz war wiederholt von Nahrung suchenden Wildschweinen „umgegraben“ worden. Zudem hatten vor einiger Zeit Unbekannte Türschlösser ausgebaut und entwendet.

Jetzt brachen bislang ebenfalls Unbekannte das Zugangstor zum Minispielfeld neben dem Parkplatz auf, entfernten es und schmissen es nur wenige Meter entfernt von der Brücke, die den Wolfgangsee mit dem kleineren, westlich an das Hassia-Gelände angrenzenden See verbindet. Dieses Tor war erst wenige Tage zuvor von einem Fachunternehmen instand gesetzt worden.

Tür in Richtung Wildschweingebiet geöffnet

Zudem mussten die Verantwortlichen des SC Hassia ein anderes Ärgernis zur Kenntnis nehmen: Die Zugänge vom Minispielfeld zum neu angelegten dritten Rasenplatz und wiederum eine Tür in Richtung Wildschweingebiet wurden ebenfalls geöffnet. „An diesen Türen entstand zwar kein wesentlicher Sachschaden“, so Dr. Gerald Grohe, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands. „Allerdings wäre das Eindringen von Wildschweinen problemlos möglich gewesen. Hier haben sich uns unbekannte Personen unberechtigt Zugang verschafft.“

In der Folge stellte der Sportclub noch am ersten Weihnachtsfeiertag Strafanzeige. „Wir sind uns alle darüber im Klaren, dass wir einen unsachgemäßen und unberechtigten Gebrauch unserer Anlage und Vandalismus nicht gänzlich verhindern können“, meint Grohe.

Dennoch würden die Vorgänge „nicht einfach hingenommen, weil sie unsere mühevolle ehrenamtliche Arbeit zu Nichte machen und nicht mehr hinnehmbare Schäden entstehen.“ Zwei Maßnahmen gehe man „sehr zeitnah“ an: „Vor allem den Bereich des Minispielfeldes werden wir einer Videoüberwachung zuführen“, sagt Grohe. Zudem werde man „die Kontrollen vor Ort intensivieren“.

Fußball auch ohne Vereinszugehörigkeit fördern

Dabei sei es „unser erklärtes Ziel, den Kindern und Jugendlichen unabhängig einer Vereinszugehörigkeit weiterhin eine Möglichkeit zum Fußballsport auf dem Minispielfeld zu den Öffnungszeiten (derzeit 9 bis 19 Uhr) zu bieten. Die Mehrzahl der Nutzer ist vernünftig und nutzt die Anlage bestimmungsgemäß.“ Wo bislang mit Ermahnungen agiert worden sei, werde man künftig schneller Strafanzeige stellen.

Zudem hat sich der SC Hassia, der offenbar junge Übeltäter vermutet, zwischen den Jahren schriftlich an die Stadtverwaltung – insbesondere die Kinder- und Jugendförderung – sowie an Bürgermeister Dr. Werner Thomas mit der Bitte gewandt, den „Einfluss auf die Kinder und Jugendlichen geltend zu machen und für die Sachlage zu sensibilisieren“. Der Verein sei seinerseits dazu „bereit, zu einer Deeskalation beizutragen“.

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