Musik in der Römerhalle

Pepper Roses begeisterten mit Songs aus der Nachkriegszeit

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Charme, Poesie und tolle Stimmen: Die Pepper Roses begeisterten am Samstagabend in der Dieburger Römerhalle.

Dieburg - Dass der Heimatverein seine Gäste mit auf Zeitreisen nimmt, ist nichts Neues. Vorträge, Theaterspiel und nicht zuletzt die populären Nachtwächterrundgänge führen regelmäßig in die Lokalhistorie. Von Ursula Friedrich 

Am Samstagabend überließen es die Aktiven des Heimatvereins neun Auswärtigen, auf wunderbare Weise das Rad der Zeit in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurückzudrehen. „Glamour, Schutt und Muckefuck“, unter diesem Motto entführte das Messeler Vokalensemble Pepper Roses in dunkle Kriegszeiten und Trümmerlandschaften, Weltwirtschaftskrise, die modische Ära von Hängekleid, Bubikopf und Kittelschürze, die wilden Partys der Zwanziger Jahre, Charleston und Grammophon. „Die tollen Frauen von Pepper Roses!“, kündigte Maria Bauer, Vorsitzende des Heimatvereins die Messler Formation an. „Die sind spitze, ich habe sie schon zweimal gesehen“, verriet sie später. Eine Meinung, die das Publikum im gut gefüllten Saal der Römerhalle vorbehaltlos teilte. Eine musikalische Revue mit „Shu Shu Baby“, „Wochenend’ und Sonnenschein“ dem Gershwin-Klassiker „Summertime“, aber auch der inoffiziellen Hymne der Soldaten, „Lili Marleen“.

Zwischen Kriegsgräuel und Trümmerlandschaften entfachten die Frauen die unbändige Lebensfreude dieser Zeit: „Wenn gar nichts mehr geht, hilft nur noch die Musik“, so das Credo. Wunderschöne Stimmen, mal a-capella, mit Gitarrenklängen oder Playbacks, mal solo, mal gemeinsam in Szene gesetzt, ließen mühelos jene Zeit auferstehen. Eine glanzvolle Revue, mit charmanter Moderation und kleinen szenischen Einlagen, die große Geschichte aus der Sicht von Frauen hinreißend aufleben ließ.

Römerhalle feierlich eröffnet

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