Betreutes Radfahren

„Hoffnungstour“ leidet unter launischem Wetter

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Um 10 Uhr starteten die Teilnehmer der Familien-Strecke (33 Kilometer) mit Thomas Daum an der Spitze (Mitte). Hier kam sogar leicht die Sonne durch die Wolken. Pünktlich mit dem ersten kräftigen Schauer des Tages erreichten sie Eppertshausen. - Foto: Hager

Dieburg - Unter dem äußerst launischen Wetter hatte die zehnte „Hoffnungstour“ am gestrigen Sonntag zu leiden. Mit 120 Radlern – deutlich weniger als in den Vorjahren – ging sie am Morgen auf dem Dieburger Marktplatz an den Start. Von Lisa Hager

Trotz übler Wetteraussichten von Frust keine Spur – weder bei den Teilnehmern im bunten Radlerdress samt Regenjacke noch bei „Hoffnungstour“-Organisator Helmut Schelter. Gut gelaunt begrüßte er die insgesamt rund 120 Teilnehmer, die auf verschieden lange Strecken gingen. „Das Wetter hält“, versprach er optimistisch. Und falls es doch aus der einen dunkle Wolke regnen sollte, empfahl er „einfach unter den Tropfen durchzuradeln, aber nicht so schnell, sonst gibt es ein Schleudertrauma“. Er bedankte sich bei allen Teilnehmern, die mit ihrem Startgeld für die Benefiztour krebskranken Kindern helfen. Er begrüßte auch eine Radsportgruppe aus Ober-Ramstadt, die seit etlichen Jahren bei der „Hoffnungstour“ nicht nur mit strampelt, sondern auch mithilft. „Heute beispielsweise organisie ren sie die Verpflegungsstation an der Hammermühle in Ober-Ramstadt“, sagte Schelter.

Pünktlich um 9.30 Uhr gingen mit Roland Gürtler (ADFC-Ortsgruppe Dieburg/Groß-Umstadt) die 66-Kilometer-Jäger an den Start. „Jede Gruppe hat ihre Guides dabei auf der Strecke“, wies Schelter auf die Besonderheit der „Hoffnungstour“ hin, als die Teilnehmer der Familienstrecke an die Reihe kamen. „Das ist sozusagen betreutes Radfahren.“ Hier waren auch ältere Rädler und Kinder zu sehen, die sich mit ihren Helmen sowohl vor möglichen Stürzen als auch gegen den drohenden Regen absichern wollten. Auf sein E-Bike stieg Konrad Kurbel – er wird diese Woche 77 Jahre alt. Er ist früher Radrennen und Touren über die Alpen gefahren. „Das geht gesundheitlich leider nicht mehr“, sagte der bekannte SPD-Stadtverordnete. Aber dank Motor-Unterstützung sei es eben doch noch möglich, an Radveranstaltungen wie diesem teilzunehmen, freute er sich.

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„Hoffnungstour“-Guide Thomas Daum setzte sich dann an die Spitze des Trosses und los ging’s. „Wir fahren maximal 13 Stundenkilometer – und bitte, überholt mich nicht“, hatte er seinen Schützlingen noch mit auf den Weg gegeben.

Pünktlich mit dem ersten kräftigen Mittagsschauer erreichten die über 40 „Familienradler“ um 11 Uhr dann den Franz-Gruber-Platz in Eppertshausen. Dort erwartete sie Bürgermeister Carsten Helfmann, der sie mit Tee, Kaffee oder Eis verköstigte. Für sie wie auch die etwas später eintreffende größere Gruppe der ambitionierteren 66-Kilometer-Strampler hatte der Bürgermeister jeweils eine Spendenbüchse parat, gesammelt für die Hoffnungstour beim Kindergartenfest und beim Golf-Masters-Eppertshausen. Traditionelles Endziel war für alle Radler das Trapezteichfest im Schlosgarten.

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