Infotag der ADS mit Unterricht, Theater und Führungen

Schulalltag hautnah erleben

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Mit einem kleinen„philosophischen Theater“ wurde auf das eher noch exotische Fach Philosophie hingewiesen.  

Dieburg - Mit einem Informationstag hat sich die Alfred-Delp-Schule (ADS) am Samstag von ihrer besten Seite gezeigt und Flair und Angebot des Dieburger Oberstufengymnasiums der Öffentlichkeit präsentiert. Von Jens Dörr 

Künftige Schüler, aber auch viele Eltern nutzten die Gelegenheit, hautnah im regulären Unterrichtsbetrieb dabei zu sein, sich von der Schulleitung durchs Gebäude führen zu lassen oder sich an den Ständen Einblicke zu verschaffen. Zum fünften Mal veranstaltete die ADS den Informationstag in dieser Form, der seit der erfolgreichen Premiere 2012 gesetzt ist und auch diesmal nichts von seiner Anziehungskraft verloren hatte. Jene, die im Sommer oder auch erst in anderthalb Jahren auf die Delp-Schule wechseln wollen, machten den Löwenanteil unter den Gästen aus. „Die Dieburger Goetheschule, die Münsterer Schule auf der Aue und die Groß-Zimmerner Albert-Schweitzer-Schule sind unsere Verbundschulen“, erläuterte am späten Vormittag Schulleiterin Ursula Krell. Insbesondere deren gymnasiale Zweigen, teils aber auch die Realschulen „speisen“ die ADS Jahr für Jahr mit neuen ambitionierten Köpfen.

Die Schule nimmt allerdings nicht nur Dieburger, Münster und Eppertshäuser sowie Groß-Zimmerner auf, sondern verzeichnet auch Zuwachs etwa aus Babenhausen, Reinheim und Groß-Umstadt. Seit vielen Jahren eilt der ADS ein guter Ruf voraus, insbesondere wegen des fast schon studentischen Flairs im weitläufigen Atrium, des friedvoll-toleranten Klimas und natürlich des umfassenden Kursangebots.

Denn hier können die Delp-Schüler weit mehr als nur den Standard hessischer Oberstufengymnasien wählen: So stehen Fächer wie Spanisch, Philosophie, Informatik und Darstellendes Spiel nicht nur optional und „nebenbei“ zur Verfügung, sondern können bis zum Abitur beibehalten werden. Leistungskurse gibt es auch in Religion, Kunst und Sport, was andernorts ebenfalls nicht immer üblich ist.

Neben der Vielfalt an Fächern zeichnen die ADS auch Austauschprogramme (Partnerschulen etwa in Prag, Danzig und Florenz), der systematische Medieneinsatz im Unterricht und eine umfassende Studien- und Berufsorientierung aus. Mit den Darmstädter Hochschulen etwa kommen Delp-Schüler teils schon weit vor dem Abitur in Berührung: „Im Informatikbereich sind wir traditionell eng verzahnt mit der TU, sowohl mit Professoren als auch Studenten“, so Krell. Ehe sie rasch wieder zur nächsten Führung eilen musste, stellte sie zudem die Zusammenarbeit mit der Technischen Universität in der Chemie heraus und beschrieb ein Projekt mit der Hochschule Darmstadt (ehemals FH, mit Campus in Dieburg), in dem mathematisch an der Verringerung von Lärmbelästigung durch den Straßenverkehr getüftelt wurde.

Mit dem Informationstag verfolge man allgemein das Ziel, die schulische „Realität erfahrbar zu machen“, sagte Krell noch, ehe sie mit Blick auf die Uhr wirklich dringend zum Treffpunkt der Führung los musste. Ein kleines „philosophisches Theater“, mit dem die ADS auf dieses eher noch exotische Fach (wir berichteten) hinwies, und ein Kurzauftritt der Schulband waren dann doch Aufführungen außer der Reihe. Das Wichtigste aber - der normale Unterricht - spielte sich in den Klassenräumen ab.  Und  als  Lohn für den „vorgeholten“ Schultag am Samstag haben Schüler und Lehrer der Alfred-Delp-Schule  an  Rosenmontag frei.

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