Inklusive Zukunftswerkstatt auf dem Schulcampus

Kontakte knüpfen vorrangiges Ziel

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Ob in der Pflege, beim Frisör oder im Büro: Ausbildungsmöglichkeiten gibt es viele, einige davon konnten die Schüler bei der Berufsinfobörse kennenlernen.

Dieburg -  Wie wäre es mit einer Ausbildung zum Kaufmann? Passt die Arbeit in einem Büro überhaupt zu mir? Und überhaupt: Wie bewerbe ich mich richtig? Fragen, vor denen Schüler zwangsläufig stehen – und die sie beantwortet haben möchten. Von Stefan Scharkopf 

Gelegenheit dazu gab es bei der ersten Berufsinfobörse in der Inklusiven Zukunftswerkstatt auf dem Dieburger Schulcampus. Die vier Schulformen – Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung (Gustav-Heinemann-Schule), Förderschwerpunkt Lernen (Anne-Frank-Schule), die Kooperative Gesamtschule auf der Aue in Münster und das Oberstufengymnasium (Alfred-Delp-Schule) – waren mit ihren Schülern vertreten. Zwei Stunden konnten sie sich an den Ständen von Sparkasse Dieburg, IHK, Arbeitsagentur, Kinder- und Jugendförderung des Landkreises, Werkstatt für Behinderte und Baumschule Pohlenz informieren.

Egal, ob Jobs in Pflege oder Hotellerie – das Angebot war breit angelegt. Allein über 270 Ausbildungsberufe, Praktikumsplätze und duale Studienghänge der IHK-Lehrstellenbörse konnten sich die Jugendlichen schlau machen. Zukunftswerkstatt bedeutet, dass Schulen und Unternehmen aufeinander zugehen. „Es geht vor allem darum, Kontakte zu knüpfen“, sagt Reiner Dörr, Leiter der Berufsvorbereitungsstufe der Anne-Frank-Schule. Vornehmliches Ziel: ein fester Ausbildungsplatz für die Jugendlichen direkt nach dem Abschluss. Dieser Wunsch ist gerade für Schüler mit individueller Förderung nicht einfach.

2014 starteten die IHK Darmstadt und die vier Schulen ein bis dahin einmaliges Projekt. Zukunftswerkstätten gibt es in ganz Südhessen, in Dieburg ist es aber etwas anders. Dort werden auch Schüler unterstützt, die es auf dem Arbeitsmarkt nicht eben leicht haben. Das Besondere daran ist, dass es nicht nur um Berufsorientierung geht, sondern auch um Inklusion. In der Zukunftswerkstatt treffen also Abiturienten auf Förderschüler und Jugendliche mit Lernschwäche.

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