Turnier beim Dieburger Reit-Club

Kalt und nass: Petrus ist kein Pferdenarr

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Zwei Dressuramazonen mit ihren Erfolgsrössern: Sandra Strietz (links), Siegerin der L-Dressur mit Honey-Moon und Joan Fabienne Weske-Haas auf Don Davidoff.

Dieburg - Am Wochenende feierte der Winter sein Comeback, gepaart mit viel Regen, der die Ausrichtung des Turniers beim Dieburger Reit-Club zu einer besonderen Herausforderung machte. Von Ursula Friedrich 

Mit rund 800 Starts war die Traditionsveranstaltung, ein Spring- und Dressurturnier mit ländlichem Charme, wieder gut gebucht. Die vielen begeisterten Pferdefreunde, die am Rand von Dressurviereck und Springplatz das Geschehen mitverfolgen, machten sich am Samstag zunächst rar. Die Wettkämpfe von Ross und Reiter gingen ohne großes Publikum von statten. Aus der südhessischen Region und Bayern reisten Sportler an, um sich bis zur Klasse M im Springen und L in der Dressur miteinander zu messen. Mit großem Einsatz sorgte das Helferteam um Vereinschef Thilo Graf dafür, dass trotz anhaltenden Wassermengen von oben passable Bodenverhältnisse geboten werden konnten. Trotz miserablen Wetters und patschnassen Helfern verliefen zwei Tage Pferdesport reibungslos und unfallfrei.

Im Hunter-Springen trennte sich eine Reiterin zwar unfreiwillig von ihrem Ross und machte mit dem durchweichten Untergrund Bekanntschaft. Doch es ging ohne Blessuren ab. Die Amazone ließ sich anschließend ganz pragmatisch am Waschplatz für Rösser sauber spritzen. Pressesprecherin Gabi Thomas nahm die durchnässte Dame liebevoll unter ihre Fittiche. „Im Reiterstübchen ist der Ofen an und der Sekt kalt“, lachte sie. Das ließen sich insbesondere die Teilnehmer der Hunterklasse nicht zweimal sagen. Die Reiter Ü30 bilden eine Kameradschaft, die sich trotz der vermeintlichen Konkurrenz untereinander auf Turnieren gerne zum begeisterten Trüppchen formiert, wenn die Pferde nach dem Wettkampf im Hänger ihr Heu muffeln.

Nach vereinzelten Sonnenstrahlen kannte der launische April auch am Turniersonntag kein Erbarmen. Das schwere M*-Springen, sonst ein gesellschaftlicher Höhepunkt, wurde zwar trotz allem ausgetragen, jedoch mit deutlich weniger Zuspruch im Parcours und auf der Fanmeile. „Zum ersten Mal haben wir eine Siegerehrung im Schnee durchgeführt“, sagte Gabi Thomas inzwischen mit viel Galgenhumor, als die Erfolgsreiter dieser Prüfung im Schneetreiben zur Ehrenrunde angaloppierten. Trotz aller Widrigkeiten wurden auch in der Dressur ansprechende Leistungen gezeigt und Dieburger Erfolge gefeiert.

Im Reiter-Wettbewerb Schritt-Trab-Galopp trug Wallach Romeo Leni Schmitt (Dieburger Reit-Club) auf Platz drei (Wertnote 6.50). Einen tollen Sieg holte Leonie von Tresckow auf Evito mit der Wertnote 7.30 im L-Stilspringen. Der Dieburger Joachim Braun wurde auf Cobra Zweiter in der Stilspringprüfung Klasse A* (7.00). Er reitet ebenso wie Sandra Strietz für den Reit- und Fahrverein Groß-Zimmern. Die Dieburgerin Sandra Strietz siegte auf Honey Moon in der Dressurreiterprüfung Klasse L (7.10), wurde Dritte in der A-Dressur (7.10) und gewann die Dressurreiterprüfung Klasse A* ebenfalls mit Honey Moon (7.20). In der Springprüfung Klasse L sicherte sich Carina Scheider (Dieburger Reit-Club) auf Pan Am 0.00 / 61.71 Platz drei. Weitere Ergebnisse für den Dieburger Reit-Club: Dressurreiterwettbewerb, Übergänge: Neunte Janina John und Gitano. A** -Springen: Fünfte Leonie von Tresckow mit Coffe Time. Springpferdeprüfung Klasse L: Vierte Lara Hanstein auf Carlo Colerado. Springprüfung Klasse L: Neunte Lara Hanstein auf Remi Moore.

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