Kinder der Kita „Am Ruhbäumchen“

Kickernachwuchs im EM-Fieber

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Kicker der nächsten Generation: Bei der Hassia zeigten Kita-Kinder, dass Jogi Löw vielleicht demnächst auf Talente aus Dieburg zurückgreifen kann.

Dieburg - Wenn die deutsche Nationalmannschaft morgen Abend zum ersten EM-Spiel antritt, schlafen die meisten Kindergartenkinder der Stadt wahrscheinlich schon. Trotzdem hat das Fußballfieber auch die kleinsten Dieburger erfasst. Von Michael Just

Entwickeln sich die Kinder der Kita „Am Ruhbäumchen“ zu großen Fußballern, dann dürften sie frühestens bei der EM 2028 oder der WM 2030 international ins Geschehen eingreifen. Bis dahin heißt es fleißig üben und sich von der Euphorie der Gegenwart für das runde Leder motivieren lassen. Das tat der Ruhbäumchen-Nachwuchs diese Woche mit einem Besuch beim SC Hassia Dieburg. Unter der Regie von F-Jugend-Trainer Steffen Baumert wurde gedribbelt, Zielgeschossen oder die Motorik geschult. Ein kleines Match gab es obendrauf. Ziel von Baumer war es nicht nur, den Nachwuchs auf die EM einzustimmen, sondern generell für den Fußball und einen möglichen Vereinseintritt zu werben. „Ab der nächsten Saison soll es wieder G-Junioren bei uns geben“, erklärte Baumert. Die G-Junioren oder Bambinis sind die jüngsten aller möglichen Ballzauberer (vier bis sechs Jahre). Um das Interesse am Kicken nachhaltig zu wecken, wird die Hassia-Jugendabteilung gerade in allen Dieburger Kindergärten vorstellig. Nach St. Josef war die Kita Ruhbäumchen der zweite Adressat.

„Die Kooperation ist eine tolle Sache, von der beide Seiten profitieren“, heben die Erzieherinnen Marcella Schwöbel und Stefanie Herzog-Fismer hervor. Mit Blick auf die EM finde eine gute Vorbereitung auf ein gesellschaftliches Großereignis statt.

Leiterin Marcella Schwöbel ist es vor allem wichtig, dass sich sowohl Jungen und Mädchen von solchen Aktionen begeistern lassen. Das war augenscheinlich der Fall. „Ich renne sowieso gerne. Deshalb finde ich es toll, dass wir zum Fußball gegangen sind“, meinte die fünfjährige Kim.

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Beim Match dauerte es nur eine kurze Zeit, bis sich die Teams gefunden hatten: Auf vielfachen Wunsch hieß es „Mädchen gegen Jungs“. Die Hoffnung Baumerts, dass die Mädchen ihren männlichen Kontrahenten ein paar Tore „reinhauen“, setzten zwei Flügelflitzerinnen dann auch gekonnt in die Tat um.

Künftig muss die Kita ,,Am Ruhbäumchen“ nicht mehr verlassen werden, damit die Kinder das Runde ins Eckige bugsieren können: „Dafür haben wir extra ein Tor bestellt. Das dürfte nächste Woche kommen“, kündigte Schwöbel an.

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