Dekanatschortreffen

Kirche voller Gesang

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Stimmgewaltig: Rund 160 Sängerinnen und Sänger sangen beim Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Dieburg. Matthias Ernst (links), einer der drei Kirchenmusiker im Dekanat Vorderer Odenwald, dirigiert. 

Dieburg - Rund 160 Sängerinnen und Sänger aus zwölf Chören kamen zum Dekanatschortreffen nach Dieburg. Den Abschluss feierten sie mit einem musikalischen Gottesdienst in der evangelischen Kirche.

In den Kirchenbänken sitzen die Sängerinnen und Sänger und die Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes dicht an dicht. Die evangelische Kirche in Dieburg ist an diesem Sonntagnachmittag proppenvoll, der Raum von den Stimmen erfüllt. Als der Taizé-Kanon „Durch dein Kreuz“ erklingt, bekommt so manch einer Gänsehaut. Es ist ein ganz besonderer Gottesdienst, mit viel Musik: Rund 160 Sängerinnen und Sänger aus elf Kirchenchören von Babenhausen und Schaafheim über Groß-Umstadt, Neunkirchen und Niedernhausen bis nach Reichelsheim sind gekommen.

Zuvor haben sie in der Römerhalle bei einer gemeinsamen Probe unter der wechselnden Leitung der drei Kirchenmusiker im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald Matthias Ernst (Reichelsheim), Ulrich Kuhn (Groß-Zimmern) und Eva Wolf (Groß-Umstadt) Lieder und Gesänge zur Passions- und Osterzeit einstudiert.

Die Dekanatschortreffen gibt es in größeren Abständen von zwei bis drei Jahren, „um ein Erlebnis zu haben, im großen Chor zu singen und um über den Tellerrand zu schauen“, erläutert Matthias Ernst. Gewissermaßen als Treffpunkt, Ermutigung und zum Ideenaustausch. „Ein solches Treffen gibt immer wieder neue Motivation“, weiß Ernst. Es sei „einmalig“, bestätigt Herbert Meyer aus Schaafheim, der zum ersten Mal dabei ist. „Es ist schon was, im großen Chor zu singen“, ergänzt Herbert Winter, ebenfalls aus Schaafheim.

So wirkt Musik auf unseren Körper

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Der Eppertshäuser Pfarrer und stellvertretende Dekan Johannes Opfermann befasste sich in seiner Predigt mit drei Situationen, in denen der Teufel Jesus versuchen will (Matthäus 4, 1-11) und drei Mal den Kürzeren zieht. „Unser Glaube ist kein Schutzzauber vor den Nöten dieser Welt, sondern Stärkung“, sagt Opfermann. Die Musik wiederum sei ein großes Geschenk und eine Form, den Hunger der Seele zu stillen. „Was könnte uns so den Himmel öffnen wie die Musik?“, so Opfermann. „Singen öffnet uns in einzigartiger Weise auch für den anderen.“ Deshalb wünsche er sich, dass in den Familien mehr gesungen würde.

Sätze, die Astrid Schmidt aus Dieburg – sie singt seit 1970 im Kirchenchor und hat auch schon als Kind gesungen – nur unterstreichen kann: „Das Singen erfüllt einen. Es bringt mir viel, auch persönlich. Es ist auf jeden Fall eine Bereicherung.“ 

(eha)

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