Kirchenraum mit Orchesterklang erfüllt

+
200 Zuhörer erleben „Adventliches Konzert“ des Musikvereins St. Peter und Paul. Adventliche Musik stand im Mittelpunkt des Konzerts des Musikvereins St. Peter und Paul in der Stadtpfarrkirche.

Dieburg - Mit seinem „Adventlichen Konzert“ in der Stadtpfarrkirche hat der Musikverein St. Peter und Paul am Sonntagnachmittag 200 Zuhörer auf die Vorweihnachtszeit eingestimmt. Von Jens Dörr 

45 Musiker  des katholischen Kirchenmusikvereins, der 2014 sein 25-jähriges Bestehen feiert, verzauberten das Auditorium 90 Minuten lang in der besonderen Akustik des Gotteshauses. Unterstützung erhielt der Musikverein dabei von der Freien Sängervereinigung, die man selbst wiederum beim diesjährigen Martinsmarkt-Konzert begleitet hatte. Beim Finale standen somit nicht „nur“ die 35 Musiker des Großen Orchesters (Leitung: Guido Obmann) und die zehn Musiker des Jugendorchesters (Leitung: Ralph Flieger) vor den gut gefüllten Reihen, sondern auch die „Freien“.

Zuvor hatten die Orchester die Kirche getrennt voneinander beziehungsweise gemeinsam mit Klang erfüllt. „Das Thema des schönen Orchesterwerks ,Lobet den Herrn’ haben wir durch alle Register gezogen“, nannte Obmann ein Beispiel für die im Vordergrund stehende adventliche Musik. Auch die Adventsfantasie „Mentis“ mit den Liedern „Macht hoch die Tür“ und „Maria durch ein Dornwald ging“ hielt Einzug in St. Peter und Paul. Das Jugendorchester spielte unter anderem „Morgen kommt der Weihnachtsmann“.

Proben direkt in der Kirche

Dem Stück „Der Freundschaft Band“ widmeten sich die Orchester gemeinsam. Als Solisten traten die jungen Frauen Marlene Obmann (Klarinette), Samira Cramm (Bratsche) und Julia Klimek (Klavier) in Erscheinung. Um vorab nichts dem Zufall zu überlassen, hatten die Orchester für ihre letzten Proben das Stammdomizil in der Josefskapelle nebenan verlassen und sich direkt in der Kirche eingespielt. Die Akustik in St. Peter und Paul sei etwas Besonderes, so Obmann, fordere die Orchester allerdings auch heraus: „Vom Musiker aus ist das so zu beschreiben, dass ein gespielter Ton erstmal steht und weiter klingt.“ Es sei „gewöhnungsbedürftig, nicht dem eigenen Echo zu lauschen“.

Die beiden Orchester des Musikvereins St. Peter und Paul hatten sich darauf am Wochenende eingestellt. Lohn der künstlerischen Darbietung waren neben reichlich Applaus die Spenden der Besucher, die sich den Musikgenuss trotz freien Eintritts gern etwas kosten ließen. Die Spenden verwendet der Musikverein für seine Jugendarbeit.

Mit einem Kinderorchester in Kooperation mit Marien- und Gutenbergschule sowie weiteren neuen Angeboten geht der Verein im buchstäblich ausklingenden Jubiläumsjahr noch stärker als bislang in die Offensive.

Kommentare