ZAW kürt die Sieger des Wettbewerbs „Papierkorbsprüche“ / Dieburgerinnen auf Spitzenplätzen

Kreativ im Kampf gegen Müll

Geldschecks für die Sieger: Die Preisträger des Wettbewerbs „Papierkorbsprüche“ des ZAW kamen aus den verschiedensten Altersgruppen und Orten des Landkreises Darmstadt-Dieburg. - Foto: Rieger

Darmstadt - .

„Ist das nicht für alle toll? Straße sauber, Müllkorb voll!“, „Wer nicht trifft, lebt versifft!“ oder auch „Mülleimer sucht Müll zum Verlieben!“, so die flotten Sprüche einiger Einsendungen für den Wettbewerb „Papierkorbsprüche“ des Zweckverbands Abfall- und Wertstoffeinsammlung (ZAW) in Darmstadt. Vergangene Woche prämierte die Jury im Kreistagssitzungssaal des Landratsamtes die Sieger.

Die Teilnehmer sollten sich originelle Sprüche für Mülleimer überlegen, die Passanten zukünftig zur korrekten Müllentsorgung motivieren sollen.

Der Wettbewerb fand im Rahmen der Kampagne „Saubere Landschaft“ des ZAW statt. Sie widmet sich dem Problem des Littering, also dem wilden Müll, der leichtfertig in der Natur entsorgt wird. „Das geht von leeren Bechern, die an Ampeln aus dem Autofenster geworfen werden, bis hin zu Bauschutt, der einfach in Waldgebieten abgeladen wird. Dieser enthält oft gefährliche Schadstoffe wie Asbest, die unter hohem Kostenaufwand beseitigt werden müssen“, so der Vorstandsvorsitzende des ZAW, Christel Fleischmann. Allein im Jahr 2015 fielen aufgrund des wilden Mülls 640 000 Euro an Extrakosten an.

Seit 2003 will man diese Kosten mit verschiedenen Aktionen, wie dem Sprüchewettbewerb, reduzieren. Ideengeber ist der Rat gegen Unrat. In dieser Gruppe arbeiten Mitarbeiter der Städte und Gemeinden mit dem ZAW zusammen. Ihr Ziel ist es unter anderem auch, die Bevölkerung für das Problem mit dem wilden Müll zu sensibilisieren und über das richtige Verhalten bei der Müllentsorgung aufzuklären.

Die Aufgabe der Wettbewerbsteilnehmer war es, sich Sprüche und Motive einfallen zu lassen, die Passanten zu einer gewissenhaften Entsorgung ihres Abfalls in Papierkörbe ermutigen sollen. Neben vielen Einzelteilnehmern aus unterschiedlichsten Altersklassen nahmen auch professionelle Grafikdesigner, Kindergärten, ein Sportverein und einige Schulklassen teil. Vor allem die Beteiligung aus Weiterstadt war riesig, da auch gerade dort das Problem mit dem wilden Müll ein großes Thema ist, wie Fleischmann erläuterte. Auch der Bürgermeister von Weiterstadt, Ralf Möller, war bei der Preisverleihung zu Gast und zeigte sich stolz über das eifrige Engagement seiner Bürger.

Aus insgesamt 685 Einsendungen wählte eine neunköpfige Jury die Sieger in den beiden Kategorien Bilder und Sprüche aus. Eine Gesamtgeldprämie von 3 050 Euro wurde unter den 23 Preisträgern verteilt. Den ersten Platz in der Kategorie Sprüche und somit einen Geldpreis von 300 Euro konnte Rolf Roth aus Pfungstadt ergattern. Sein Spruch zum Sieg: „Lieber im Eimer, statt alles versaut.“

In der Kategorie Bilder gelang es zwei Dieburgerinnen, sich auf die beiden Spitzenplätze zu setzen. Den zweiten Platz und 200 Euro Preisgeld holte sich Gabriele Bindig mit „Kurz nachgedacht - alles richtig gemacht!“. Auf dem dazugehörigen Foto wirft eine Hand ein Taschentuch in einen öffentlichen Papierkorb. Auf Platz eins schaffte es Marlene Busch mit ihrem Einfall „Sei kein Schwein - wirf deinen Müll hier rein!“ Das Wort „Schwein“ ist dabei durch einen pinken Schweinekopf im Comicstil ersetzt. Auch sie durfte ein Preisgeld von 300 Euro mit nach Hause nehmen.

Die Sprüche und Bilder der Preisträger werden künftig die öffentlichen Papierkörbe im Landkreis zieren und dazu beitragen, ein Bewusstsein für die korrekte Abfallentsorgung zu schaffen. J flo

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