Bald geht’s wieder rund

Bau des Kreisels an der evangelischen Kirche freigegeben  

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Grünes Licht für den Bau des letzten innerstädtischen Kreisels an der evangelischen Kirche hat jetzt das Parlament gegeben. Die Gestaltung der Mitte wird wohl die IG Dieburger Dreiecksrennen übernehmen.

Dieburg - Bekommt Dieburg einen Dreiecksrennen-Kreisel? Wenn es nach Bürgermeister Dr. Werner Thomas geht: ja. Eine entsprechende Gestaltung der Mitte des künftigen Kreisels an der heutigen „Spieß-Kreuzung“ hat die IG Dreiecksrennen schon vor längerer Zeit angeregt. Von Lisa Hager 

Diplom-Ingenieur Jörg von Mörner hat in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung die Pläne zum Umbau der ampelgeregelten Kreuzung zum Kreisel vorgestellt. Mit gut 31 Metern Außendurchmesser soll er mittelgroß werden. „Er ist damit größer als der an der Römerhalle und an der ehemaligen Postkreuzung, aber kleiner als der Polizeikreisel oder der im Norden bei Aldi“, sagte Mörner. Die Gehwege werden 2,50 Meter breit.

Nach dem Bau des „Polizeikreisels“ in der Groß-Umstädter Straße und des „Marienkreisels“ in der Frankfurter Straße wird mit dem Umbau der „Spieß-Kreuzung“ auch der letzte ampelgeregelte Verkehrsknotenpunkt Dieburgs auf der Achse Odenwald Richtung Münster/B 45 verschwinden. Die Stadtverordnetenversammlung hat einstimmig die Mittelsperre für Planung und Umsetzung der Baumaßnahme beschlossen.

Eine Frage von Sebastian Stöveken (Grüne), ob denn keine Fußgängerampel vorgesehen sei, da es sich doch um einen wichtige Querung für Schüler handele, verneinte Mörner. „Ampel und Kreisel schließen sich gegenseitig aus“, sagte der Planer. Die Erfahrung an Kreiseln zeige, – wie übrigens am Marienkreisel zu beobachten – dass Autofahrer sehr intensiv auf Fußgänger und Radfahrer reagierten.

Die Radfahrer werden am neuen Kreisel genauso geführt wie auf der Groß-Umstädter Straße: Erst innerhalb eines Schutzstreifens, dann – wie die Autofahrer auch – im Kreisel selbst, um wieder in den Schutzstreifen zu münden. Diese Radverkehrsführung war in der Groß-Umstädter Straße allerdings von den Bürgern stark kritisiert worden (wir berichteten mehrfach).

Während der Bauzeit soll es keine Vollsperrung der Hauptachse durch die Stadt geben. Bei der Sanierung der Groß-Umstädter Straße vor einem Jahr führte dies zu großen Umleitungen. „Es wird hälftig ausgebaut, eine Hälfte bleibt für den Verkehr jeweils offen“, so Mörner. Selbstverständlich sei, dass barrierefrei gebaut und „taktile Elemente“ (für Sehbehinderte) integriert würden, wie an den anderen Kreiseln auch. Wegen der Gestaltung der Kreiselmitte habe es ja schon Anfragen des KVD gegeben, informierte Renee Exner (CDU). Er regte deshalb an, bei der Ausführung auch schon mal Anschlüsse für Strom und Wasser zu installieren, da man nicht wisse, wie das Innere später einmal aussehen werde.

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Dies sei mit wenig Aufwand machbar, so Mörner. „Für den Innenkreis ist eine Grüngestaltung vorgesehen“, informierte er. Die innen liegende Kreisfahrbahn wird in Pflaster (auch zur optischen Aufwertung im unmittelbaren Sichtbereich der evangelischen Kirche), die außen liegende in Asphalt hergestellt. Bürgermeister Thomas bestätigte, dass eine Anfrage des Karnevalvereins zur Gestaltung vorliege. Der Magistrat allerdings habe sich dafür ausgesprochen die Gruppe zu berücksichtigen, die schon vor längerer Zeit nachgefragt habe: die Organisatoren des Dieburger Dreiecksrennens, das ja über die jetzige Kreuzung in die Aschaffenburger Straße führte.

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