Zusätzlicher Tag wird gut angenommen

Maimarkt: Und über allem strahlt „Peter“

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„Es geht nur gemeinsam“: Marktmeister Armin Kaiser (l.), Gewerbevereinsvorsitzende Evelin Allmann, Peter Roie Junior (2. v. r.) und Sänger Peter Lorenz (r.) am Donnerstag im Fechenbach-Park.

Dieburg - Schon am Donnerstag ist in diesem Jahr der Maimarkt des Dieburger Gewerbevereins gestartet und hat zu Christi Himmelfahrt bereits vor der offiziellen Eröffnung am gestrigen Freitag hunderte Besucher in den Fechenbach-Park gelockt. Von Jens Dörr 

Im Weindorf, an Spezialitätenständen und bei den Angeboten für Kinder, machten es sich die Müßiggänger bei traumhaftem Wonnewetter gemütlich. Dass sich Petrus am Donnerstag als bester Mitarbeiter der Organisatoren Armin Kaiser (Marktmeister), Peter Roie (Weindorf) und Stefan Pilz (Automobilausstellung, Beginn am heutigen Samstag) entpuppte und sich laut Prognose auch die zwei verbleibenden Maimarkt-Tage entpuppen wird, verleitete manchen zu entsprechenden Wortspielen. Von „Kaiserwetter“ etwa sprach mit Seitenhieb auf Marktmeister Armin Kaiser die Vorsitzende des ausrichtenden Gewerbevereins. „Herr“lich hätte es angesichts des Vatertags freilich auch getroffen.

Was am Donnerstag so vorsommerlich leicht daherkam, hatte ein monatelanges organisatorisches Vorspiel. „Das A und O ist, dass man die Leute kennt, einbezieht und möglichst alles miteinander abspricht“, stellte Kaiser heraus. Der Dieburger muss es wissen: Fünf Jahre lang hatte er die Aufgabe als Marktmeister übernommen, ehe sich in den vergangenen Jahren andere an der Organisation versuchten. 2015 kehrte Kaiser, der als Mediaberater des DA arbeitet, im Auftrag des Gewerbevereins an die Maimarkt-Spitze zurück. Eine Rückkehr des Gigantenschirms der Firma Meisterkran auf den Marktplatz ging damit zwar nicht einher, allerdings die weitere Attraktivitätssteigerung der Angebote im Fechenbach-Park.

Dort trägt der Frankfurter Unternehmer Peter Roie mit seinem Familienbetrieb seinen wichtigen Teil zum Maimarkt als Mix aus Gewerbeschau, Genießertreff und Familienfest bei. Schon unter dem Gelnhäuser Steffen Frings, der den Maimarkt wie auch das Schlossgartenfest 2014 gemanagt hatte, im selben Jahr aber Insolvenz anmelden musste, war Roie im Weindorf vertreten. Auch Kaiser baute zum umgänglichen Schausteller und Festgastronomen rasch ein gutes Verhältnis auf. Das diesjährige Weindorf hat Roie in Absprache mit Kaiser inszeniert: Der Bratwurststand, die Kaffeescheune und die Ausschankkutsche gehören ihm und werden mit eigenen Leuten besetzt; die weiteren Stände hat er unter diversen Bewerbern ausgesucht.

Maimarkt 2016 in Dieburg: Bilder

Dort war Peter Roie Senior am Donnerstag selbst nicht zugegen. Mit seiner Berg- und Talbahn war er zusammen mit Sohn Tim Roie auf dem Weg zu einem Fest nach Bayreuth. Ttrotzdem fiel der Name „Peter“ mehrmals und nicht nur wegen des aktuellen gleichnamigen Wetterhochs: Peter Roie Junior ist sein zweiter Sohn, bei dem zusammen mit Peter Roie Seniors Ehefrau Bettina in diesen Tagen neben Kaiser und Pilz die meisten Fäden zusammenlaufen. „Mit einer ganzen Bandbreite an Buden wollen wir versuchen, das Publikum zufriedenzustellen“, sagte der Schaustellersohn zum Auftakt. Und verteilte Vorschusslorbeeren: „Es ist eine sehr vernünftige Veranstaltung. Neben dem Wetter ist das Ambiente wichtig. Vom Park hier bin ich immer wieder aufs Neue begeistert.“

Während am Donnerstag Sänger Peter Lorenz mit Partyhits aller Art nimmermüde vor dem Schloss einheizte, betonten sowohl Kaiser als auch Gewerbevereins-Chefin Allmann das hinter dem Maimarkt stehende Teamwork verschiedener Akteure. „Mit dem Ordnungsamt und dem Bauhof kann man wirklich sehr gut zusammenarbeiten“, betonte Kaiser. „Auch Vereine wie der KVD, der Heimatverein und die Dance Company unterstützen uns.“ Allmann führte aus, in Dieburg habe man „gelernt, dass es nur im Miteinander geht.“ Das gelte auch für Aktivitäten des Gewerbes, neben dem Maimarkt etwa auch von „Dieburg in Blau“ oder am Martinsmarkt.

Am morgigen Sonntag wird von 13 bis 18 Uhr ein verkaufsoffener Sonntag in der Innenstadt davon zeugen, flankiert vom reichhaltigen Maimarkt-Programm. Denn: „Es reicht heute nicht mehr, einfach nur die Ladentür aufzumachen“, so Allmann.

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