Zum Abschluss Gospel mit RestaConNoi

Martinsmarkt mit mittelalterlicher Musik

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Diesen stimmungsvollen Blick auf den beleuchteten Marktplatz kann man zum Martinsmarkt nur vom Riesenrad aus haben. Von hoch oben kann man auch die Aktivitäten des mittelalterlichen Lagerlebens im Fechenbach-Park beobachten.

Dieburg - Die Stadt rüstet sich zum 31. Martinsmarkt: Auch nach dem Jubiläum im vergangenen Jahr umfasst das Angebot 150 Stände, historisches Treiben und viel Musik. Zu einem Grafenlager gesellen sich außerdem noch eine Falknerin und kreative Kunsthandwerker. Von Jens Dörr

Viel Musik drin ist beim Dieburger Martinsmarkt im übertragenen Sinne in jedem Jahr. Schließlich hat sich die 1986 ins Leben gerufene Veranstaltung des Dieburger Gewerbevereins längst einen Ruf weit über die nähere Umgebung hinaus erworben und lockt Anfang November Tausende in die Innenstadt und den Fechenbach-Park, wo der historische Marktteil aufgebaut wird. Kommende Woche – vom 4. bis zum 6. November – findet die 31. Ausgabe statt. Und auch im wortwörtlichen Sinne wird viel Musik drin sein.

Sie gehören zu den Stars des Martinsmarkts: Die schnatternden Gänse von Bauer Mann aus Groß-Zimmern.

So hat der Dieburger Kaufmann Alois Ostner (Kaufhaus Enders), der seit 1988 Marktmeister ist, nicht nur aufs Neue die Eppertshäuser Folk-Band Saytensprung (Samstag und Sonntag) für die Bühne vor dem Marktplatz verpflichtet. Neben Saytensprung wird die tschechische Gruppe Rebule an allen drei Tagen mittelalterliche Musik im Fechenbach-Park spielen. Dort ist neben der Taverne vor dem Schloss eine zweite Bühne aufgebaut. „Je nach Menge der Menschen vor Ort wird Rebule spontan entscheiden, wann sie einen Auftritt hinlegen”, kündigt Ostner an. Fix ist hingegen der Zeitpunkt für das alljährliche Martinsmarkt-Konzert in der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul: Es findet am Sonntag um 20 Uhr statt. Mitwirkende sind unter der Gesamtleitung von Lothar Oberle in diesem Jahr der Gospelchor RestaConNoi und seine Begleitband. Der Eintritt ist wie in jedem Jahr frei, stattdessen wird eine Spende für das Straßenkinder-Projekt Miguel Couto in Brasilien erbeten.

Insgesamt schlagen auch in diesem Jahr wieder 150 Anbieter ihre Stände auf, davon rund 40 im historischen Marktteil. „Wir sind voll belegt, das Sortiment geht auch bei den Kunsthandwerkern durch alle Branchen.” So seien unter anderem allein fünf Töpfer mit von der Partie. Zum dritten Mal dabei ist die schöne Falknerin vom Untermain mit einigen ihrer Raubvögel, neu verpflichtet von Ostner zudem ein Wippdrechsler.

Auf den Herold des Vorjahrs verzichtete der Gewerbeverein diesmal aus Kostengründen. Dafür schlagen im Grafenlager drei statt zuletzt zwei Rittergruppen mit Gefolge im Fechenbach-Park auf. Das gräfliche Lager wird dabei wieder die ritterlichen Tugenden wie die Wohltätigkeit pflegen. Nutznießer des Losverkaufs im Lager im hinteren Teil des Parks (Richtung Ausgang zum Spielplatz) soll diesmal der Blinden- und Sehbehindertenbund sein. Um diesen Zweck eine schöne Spende zukommen lassen zu können, gibt es im Lager wieder Stockbrot für Kinder und Flechtfrisuren für Damen. Zudem spendet die Rittergruppe aus Essen einen echten Helm, der verlost wird. Die Lose werden ab Freitag zu kaufen sein. Auslosung ist dann am Sonntag um 15 Uhr. Dann soll auch die Spende an Karl Matthias Schäfer übergeben werden.

Dieser Ritterhelm wird am Martinsmarkt verlost.

Weitere Programmpunkte sind am Sonntag die Öffnung des historischen Mühlturms durch den Heimatverein, die Münzprägung am Eingang zum Fechenbach-Park (das geprägte Motiv ist diesmal die Gnadenkapelle) und die vielfältigen, anschaulich dargebotenen Aktivitäten der historischen Darsteller im Park. Der Sonntag ist von 13 bis 18 Uhr zudem verkaufsoffen. Einige Dieburger Geschäfte machen am Freitag und Samstag auch von verlängerten Öffnungszeiten bis 20 Uhr Gebrauch. Die offiziellen Marktzeiten sind am Freitag von 15 bis 21 Uhr, am Samstag von 10 bis 21 Uhr und am Sonntag von 11 bis 20 Uhr. An diesen drei Tagen kann in Dieburg auf den Parkplätzen Leer sowie Altstadt kostenlos geparkt werden.

Ausführlich informiert unsere Zeitung über den Dieburger Martinsmarkt auch in diesem Jahr vorab mit einer Sonderbeilage. Sie liegt dem Dieburger Anzeiger am 3. November bei.

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