Belegung erfolgt ab Oktober

Minderjährige Flüchtlinge ziehen ins Dieburger Kloster

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Das Dieburger Kloster während der Umbaumaßnahmen.

Dieburg - Im Dieburger Kloster kommen ab Oktober unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge unter. In elf Räumen sollen die jungen Menschen Unterkunft finden.

Vor genau zwei Woche haben wir über die Umbaumaßnahmen im Dieburger Kloster berichtet. Das Bistum Mainz lässt den ehemaligen Zellentrakt der Kapuzinermönche derzeit für um die 200.000 Euro zur Asylbewerberunterkunft umbauen. Anfang Oktober, so hieß es, wollte der Landkreis, der die Räume anmietet, mit der Belegung beginnen. Heute wurde bekannt, wie die elf Räume, die teilweise doppelt belegt werden können, konkret genutzt werden sollen: Der Landkreis wird das frühere Kapuziner-Kloster ab Oktober mit unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen belegen. Das hat die Sozialdezernentin des Kreises, Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück, mitgeteilt.

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Träger der Einrichtung wird das katholische St. Josephshaus Kinder- und Jugendhilfezentrum mit Sitz in Klein-Zimmern. Die enge Anbindung an die anderen Wohngruppen und Einrichtungen des St. Josephshauses sowie die kurzen Wege in die Schulen Dieburgs waren die Beweggründe dafür, das Kloster jetzt für minderjährige Flüchtlinge vorzusehen. Derzeit werden im Kettelerhaus (ehemals Konvikt) jugendliche Flüchtlinge, die sich ohne Familien allein in einem fremden Land zurechtfinden müssen, unterrichtet. Im Landkreis werden derzeit 115 junge Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten betreut, im Kloster Dieburg werden jetzt 13 Plätze zusätzlich entstehen.

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Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück dankte dem Bistum Mainz, Pfarrer Alexander Vogl und Bürgermeister Dr. Werner Thomas für die gute Zusammenarbeit während der Verhandlungen. „Wir glauben, dass das Kapuzinerkloster ein guter Ort ist, um Menschen, die verfolgt werden, aufzunehmen. Und wir hoffen, dass die jungen Menschen gut aufgenommen werden. Deswegen planen wir auch ein Fest, um die Flüchtlinge willkommen zu heißen“, sagte der Mainzer Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann.

eha

Quelle: op-online.de

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