Derzeit Stufe 4 (hohe Gefahr) im staubtrockenen Forst

Um Mitternacht brennt der Wald am Spießfeld

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Feuerwehrleute aus Dieburg und Groß-Zimmern mussten in der Nacht auf Sonntag einen Waldbrand beim Freizeitzentrum Spießfeld löschen.

Dieburg - Der Boden ist staubtrocken, im Landkreis Darmstadt-Dieburg herrscht Waldbrandgefahr Stufe vier (hoch) auf der fünf Stufen umfassenden Skala. Höchste Aufmerksamkeit widmen daher derzeit auch die Förster dem Wald: Immer wieder wird nach Glutnestern Ausschau gehalten. Von Lisa Hager 

Und trotzdem kommt es zu Waldbränden, wie in der Nacht auf Sonntag im Bereich des Freizeitzentrums Spießfeld: Gegen Mitternacht wurden zahlreiche Feuerwehren aus dem Ostkreis alarmiert, wie Werner Flechsenhar von der Kreisfeuerwehrpressestelle mitteilt. Der Leitstelle in Dieburg wurde „ein Feuer großen Ausmaßes“ am Spießfeld gemeldet. Daraufhin wurden Einsatzkräfte aus Dieburg, Groß-Zimmern, Münster und Groß-Umstadt sowie ein Einsatzleitwagen aus Pfungstadt und der Rettungsdienst alarmiert.

Vor Ort stellte sich den Helfern die Lage jedoch anders dar: Das Feuer konnte während der Anfahrt nicht lokalisiert werden, zuerst mussten die Einsatzkräfte den Brandort aufspüren. Nach kurzer Zeit sahen sie die Flammen: Im Unterholz mit Strauch- und Baumbewuchs brannte eine Fläche von 40 Quadratmetern. Das Feuer schlug bis zu drei Meter hoch. Da sich genug Kräfte aus Dieburg und Groß-Zimmern eingefunden hatten, beorderte Einsatzleiter Sven Weyrauch alle auswärtigen Kräfte zurück an ihre Standorte.

Nach 20 Minuten war das Feuer gelöscht, mit einer Wärmebildkamera wurde die Fläche kontrolliert. Im Anschluss gab es noch umfassende Nachlöschmaßnahmen. Ein verletzter Passant wurde vom Rettungsdienst versorgt. Kreisbrandmeister Stefan Richter machte sich vor Ort ein Bild der Lage. Eine Streife der Polizei nahm den Brand auf. Die Ursache konnte noch nicht ermittelt werden. Hinweise auf eventuelle Auslöser gibt es nicht. Die ausgerufenen Warnstufen für die Waldbrandgefahr errechnen sich aus der Intensität der Sonneneinstrahlung und der Windstärke. Für die Warn-Vorhersagen wird auch die Wetterprognose berücksichtigt, falls größere Regengüsse erwartet werden und sich die Lage dadurch wieder entspannen könnte.

Großübung der Feuerwehr auf Fiege-Gelände

Zugleich ruft das Hessische Umweltministerium die Bevölkerung dazu auf, im Wald jede Art von offenem Feuer zu vermeiden. In den Wäldern gilt ohnehin Rauchverbot, wobei Raucher auch darauf achten sollen, unterwegs keine glimmenden Zigaretten aus dem fahrenden Auto zu werfen. Die können schnell in den angrenzenden Grünstreifen oder in den Wald rollen und dort ein Feuer verursachen, das sich schnell zu einem Flächenbrand entwickeln kann. Natürlich sind im Wald Grillfeuer generell verboten, weil schon ein leichter Windstoß ausreicht, um gefährlichen Funkenflug zu verursachen. Aber auch auf offiziellen Grillplätzen ist derzeit besondere Vorsicht angesagt.

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