Moderne Brandsimulationsanlage für Ausbildungszwecke

Flammen mit Laserstrahlen bekämpfen

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Stadtjugendfeuerwehrwart Christian Resch löscht digitale Flammen mit Laserstrahlen. Die moderne Brandsimulationsanlage wird für Übungszwecke und für die Ausbildung verwendet.

Dieburg - Feuer löschen will gelernt sein. Doch für Übungszwecke simulierte Brände sind aufwändig und richten viel Dreck an. Deshalb ist die Dieburger Feuerwehr nun mit einer der modernsten mobilen Brandsimulationsanlagen in Deutschland ausgestattet. Von Konstanze Löw 

Und die kleine, unscheinbare Anlage kann so einiges: Sie nutzt digitale Flammentechnologie und Soundeffekte, um für die Feuerwehrleute und vor allem Nachwuchskräfte eine realistische Trainingserfahrung zu schaffen. „Sieht aus wie Feuer, ist aber keins“, fasst Stadtjugendfeuerwehrwart Christian Resch zusammen. Wenn es schon keine echten Flammen und Hitze gibt, bietet die Anlage neben all den hochmodernen Extras doch noch ein wenig Realität: Beim Löschen entsteht Rauch, der aus einem Kasten neben der Simulationsanlage quillt.

„So können wir zum Beispiel in Klassenräumen ausbilden und üben, ohne dass dort etwas kaputt geht“, erklärt Resch einen der Vorteile der Anlage. Außerdem sei für jedes Niveau etwas dabei, durch eine Fernbedienung könne man den Schwierigkeitsgrad bestimmen. Danach heißt es nur noch: Löschschlauch fest in beide Hände und mit Laserstrahlen das digitale Feuer bekämpfen. Für alle, die es da lieber klassisch mögen, gibt es Grund zum Aufatmen. Die Simulationsanlage reagiert neben den Laserstrahlen auch auf Wasser.

„Wir haben die Anlage im Sommer auf einer Messe gesehen und haben beschlossen, sie zu kaufen“, erklärt Kreisbrandinspektor Ralph Stühling, wie die Feuerwehr zu dem modernen Gerät kam. 20.000 Euro ist es wert, die Kosten trägt der Landkreis. Stationiert ist die transportable Anlage im Amt für Brand- und Katastrophenschutz in Dieburg, soll aber zukünftig für Lehrgänge im gesamten Landkreis eingesetzt werden.

Die Feuerwehren haben neben der Simulationsanlage auch in anderen Gebieten weiter aufgerüstet: So wurde am Freitagnachmittag außerdem ein neues mobiles Notstromaggregat für den Katastrophenschutz vorgestellt. Der rote Kasten im Wert von 26.000 Euro soll künftig in Notsituationen bei Stromausfällen im Landkreis Energie bereitstellen.

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