Projektwoche der Gutenbergschule

Mosaike, Tonkunst und Löwengebrüll

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Noch nicht ganz fertig, aber auf dem besten Weg: In der Projektwoche wird der Eingang der neuen Gutenbergschule von den Grundschülern mit bunten Mosaiksteinen verschönert.

Dieburg - Handel, Kunst und Kultur erreichten in der Zeit des römischen Reiches eine Hochphase. Gutenbergschüler können im Rahmen der Projektwoche zum Thema Römer eine längst vergangene Epoche kennen lernen. Von Konstanze Löw 

In der alten Gutenbergschule geht es in diesen Tagen römisch zu. Passend zu den Ursprüngen der Stadt Dieburg steht die Projektwoche unter dem Motto „Römer“. In Gruppen können die Kinder eine Reise in die Vergangenheit erleben. Sie kochen gemeinsam und genießen anschließend wie die Römer, studieren Kampftechniken ein oder lernen die Sportspiele dieser Zeit kennen. Eine andere Gruppe beschäftigt sich mit römischen Bauwerken und lernt ihre Besonderheiten kennen. Im nächsten Schritt bilden die Kinder die Bauwerke mit Joghurtbechern und Pappkartons nach. Doch nicht nur die Grundschüler lernen in diesen Tagen allerlei über das römische Volk, auch die neue Gutenbergschule kann von der Projektwoche profitieren: Die Gruppe „Mosaike und Tonkunst“ arbeitet mit Ton und verziert außerdem die Fassade im Eingangsbereich der neuen Gutenbergschule. Mit bunten Mosaiksteinen bekleben die Grundschüler zusammen mit Schulleiterin Silke Werner-Lehr den Schriftzug des Schulnamens. „Die Kinder arbeiten so ordentlich und verschönern damit außerdem noch unsere Schule“, freut sich die Schulleiterin. Außerdem haben sich die Kinder der Mosaik-Gruppe von den römischen Spuren zum Museum Schloss Fechenbach leiten lassen.

Während einige Kinder abwechselnd an dem neuen, farbenfrohen Schriftzug arbeiten, wird in der alten Gutenbergschule fleißig geprobt. Denn eine Gruppe hat sich zur Aufgabe gemacht, ein Hörspiel zu Asterix als Gladiator aufzunehmen. Lehrerin Annelene Kreuder hat mit den Erst- bis Drittklässlern das Hörspiel erdacht, bei dem selbst die Geräusche selbst gemacht sind. „Vor allem das Brüllen wie ein Löwe macht Spaß“, findet Sebastian. Die sechs Szenen werden zusammengeschnitten, damit die etwa zehnminütige Aufnahme auch die Eltern in eine andere Zeit katapultieren kann. Einen Klassenraum tiefer geht es da vergleichsweise ruhig zu. Hier werden Kleider genäht und Schmuck selbst gebastelt und anschließend verziert. „Mit Gold, denn das mochten die Römer am meisten“, weiß Nika.

Doch bevor es ans Anmalen und Verzieren geht, Formen die Kinder den Gips in Broschen und Armreife. Wenn das Kleid mit Hilfe von Lehrerin Frau Richter zusammengenäht ist, der Gips-Schmuck aber noch nicht getrocknet, lesen die Kinder in Büchern über die alten Römer. Doch das eigentliche Highlight kommt erst am Ende der Woche: „Am allermeisten freuen wir uns auf die Modenschau am Freitag. Dann können wir unseren Eltern alles zeigen“, sind sich Katharina und Emma einig. Am Freitag schließt die Projektwoche. Um 16 Uhr sind alle Kinder mit ihren Familien zur Sommerserenade in die Gutenberghalle eingeladen. Hier werden die Viertklässler verabschiedet und anschließend wird in der alten Gutenbergschule ein Schulfest gefeiert. Hier wird es dann natürlich römisch zugehen, wenn die Gruppen ihre Ergebnisse präsentieren...

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