NABU Dieburg und die Naturfüchse

Beim Herbstfest gemeinsam am Lagerfeuer

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Das Herbstfest des Dieburger NABU feierten Dieburger und Münsterer Naturschützer gemeinsam.

Dieburg - Zusammen macht das Feiern doch gleich viel mehr Spaß: Das dachten sich NABU Dieburg und NABU Münster – und so erfüllte man das Herbstfest in der Gersprenzstadt gemeinsam mit Leben. Von Michael Just

Treffpunkt war am Samstagnachmittag der NABU-Garten in der Nähe der Großen Wiese, der gar nicht weit von der Münsterer Gemarkungsgrenze entfernt liegt. Zu Beginn lud Revierförster Peter Sturm zu einem kleinen Rundgang durch die Natur ein. Dabei gab er umfassende Informationen über Wildkräuter bis hin zu Wildtier-Lauten, die er mit Hilfsmitteln gekonnt nachahmte. Auch den Unterschied zwischen Geweih und Horn erläuterte der Experte: „Ein Horn bleibt für immer, Geweihe werden abgeworfen und jährlich neu gebildet.“ Zudem bestehen Hörner aus Keratin – und damit abgestorbenen Hautzellen – während Geweihe über knochenähnliche Merkmale verfügen.

Nach der etwa einstündigen Exkursion erwartete die hungrigen Mägen eine Kaffee- und Kuchentafel sowie gegrillte Würstchen, die über einem Lagerfeuer brutzelten. Zudem konnten die Kinder Naturromantik genießen und Stockbrot über die Flammen halten.

„Unser Austausch mit Dieburg kam im letzten Jahr so richtig in Gang. Da nahmen wir das Angebot an, uns den hiesigen NABU-Garten anzuschauen“, erzählt Hildegard Jacob. Der Münstererin wird mit der Betreuung der „Naturfüchse“ eine besondere Aufgabe zuteil, denn ihre rund ein Dutzend Schützlinge bilden die Zukunft des lokalen Naturschutzes. Alle drei Wochen kommen sie zusammen und lernen interessante Dinge über Tiere und Pflanzen.

In Dieburg kann der NABU wegen mangelnden Interesses derzeit keine Nachwuchsarbeit anbieten. „Seit etwa drei Jahren gibt es keine Kinder- und Jugendgruppe mehr“, bedauert Vorsitzende Daniela Markwort. Blickt man auf die Erwachsenen, sehen die Zahlen mit rund 200 Mitgliedern gar nicht so schlecht aus. Laut Markwort ist das Gros aber überwiegend fördernd: „Wirklich aktiv sind davon eigentlich nur acht“, sagt sie.

Die Dieburgerin hofft, dass sich diese Zahl bald nach oben verändert. Denn der Verein besitzt vier bis fünf Pachtgebiete, in denen für den Naturschutz regelmäßig fleißige Hände gebraucht werden.

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