Regisseur Simon Pilarski hat Motion Pictures in Dieburg studiert

Mit „Nächstenliebe“ gewinnt Absolvent Hochschulpreis

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Hauptdarsteller Oskar Keymer (Rolle des Lukas Fuhrmann) und Regisseur Simon Pilarski mit der Trophäe zum Hessischen Filmpreis 2016, der in Frankfurt verliehen wurde.

Dieburg/Frankfurt - Simon Pilarski, Absolvent des Studiengangs Motion Pictures am Mediencampus der Hochschule Darmstadt (h_da) in Dieburg, hat den Hessischen Hochschulfilmpreis 2016 gewonnen. Die Auszeichnung erhielt er für seinen Abschlussfilm „Nächstenliebe“.

Der Preis ist mit 7 500 Euro dotiert und wurde vergangene Woche im Rahmen des Hessischen Film- und Kinopreises in der Alten Oper Frankfurt verliehen. Der Mystery-Thriller „Nächstenliebe“, der in einem einsamen Dorf Mitte des 19. Jahrhunderts spielt, thematisiert den sexuellen Missbrauch eines kleinen Jungen durch einen katholischen Pfarrer. Selbst im Erwachsenenalter hat das Opfer noch immer mit seiner Vergangenheit zu kämpfen und ist erst nach 40 Jahren dazu bereit, seinem Peiniger gegenüber zu treten. In dem 22-minütigen Genrefilm wird die Hauptrolle des Jungen Lukas von Oskar Keymer gespielt. Er spielte beispielsweise auch schon in „Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft“ und in „Conni & Co“ mit Til Schweiger.

Hier ein kurzer Auszug aus der Jurybegründung: „Der junge Regisseur, der 1990 in Wiesbaden geboren wurde, widmet sich dem Thema Kindesmissbrauch in der Kirche mit kleinen, kurzen, zum Teil abstrakten Andeutungen, ohne den eigentlichen Akt darzustellen. Dies verleiht dem Kurzfilm spannende Momente, die durch gut gewählte Schauplätze, eine insgesamt dunkle und kalte Atmosphäre sowie durch sehr professionellen Schnitt unterstützt werden. Die Vielschichtigkeit des Themas wird in den drei Erzählebenen des Plots aufgegriffen, wobei ihm auch hier die filmtechnischen Übergänge und die inhaltliche Verknüpfung trotz Mehrfachbesetzung des Protagonisten sehr gut gelingen. Schließlich verleiht Simon Pilarski seinem Film mit auf die Szenen perfekt abgestimmter Musik die Krönung, so dass der Zuschauer bis unter die Haut ergriffen ist.“

Simon Pilarski arbeitet inzwischen als Geschäftsführer der in Köln ansässigen Produktionsfirma „Sternenberg Films“, die er mit Konstantin Korenchuk betreibt, mit dem zusammen auch „Nächstenliebe“ entstand. (eha)

Quelle: op-online.de

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