Magistrat gegen Rampe am Steinmetzhaus

„Pickel“ soll wieder verschwinden

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Diese Rampe, die in die Fußgängerzone hineinragt, soll laut Magistrat in das neue Steinmetzhaus integriert werden.

Dieburg - Wie geht es weiter mit der Rampe am Neubau des „Steinmetzhauses“ in der Zuckerstraße? Wie berichtet, hat das Andocken einer Metalltreppe, die von einer Seite aus als Rampe befahrbar ist, die Gemüter der Dieburger sehr erregt – und tut es noch.

„Das sieht aus wie ein Pickel“, hatte eine Leserin ihre Meinung über die Optik des brückenartigen Metallgebildes drastisch formuliert. Mittels Rampe soll der im Erdgeschoss untergebrachte Frisörsalon auch für behinderte Kunden mit Rollstuhl erreichbar sein. Recherchen des DA ergaben, dass der Denkmalschutz die Rampe zwar genehmigt hat, der Eigentümer des Hauses aber bei der Stadt keinen Antrag auf Sondernutzung gestellt hat. „Die Rampe steht aber auf öffentlichem Grund in der Fußgängerzone“, so Erster Stadtrat Wolfgang Schupp. Deshalb müsse die Verwaltung über diese Sondernutzung entscheiden.

Inzwischen hat der Magistrat den Eigentümer aufgefordert, den Antrag zu stellen, um die aktuelle Situation legalisieren zu können. Das soll aber nur eine Übergangsphase sein, denn die Rampe soll nach Entscheidung des Magistrat aus dem Straßenbild komplett verschwinden. Deshalb wurde der Eigentümer aufgefordert, die Rampe künftig auf seinem eigenen Grund unterzubringen. Für nötige Umbauten soll er innerhalb zweier Monate einen Bauantrag stellen. Innerhalb von vier Monaten soll die Rampe dann aus der Fußgängerzone entfernt sein. eha

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