Projektwoche an der Landrat-Gruber-Schule

Frieden fängt schon im Kleinen an

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Was können wir für ein friedliches Miteinander tun? Dieser Frage ging der Pfarrer und Schulseelsorger der Landrat-Gruber-Schule, Hubertus Naumann, in der Gruppenarbeit nach.

Dieburg - Wer täglich Nachrichten verfolgt, für den ist Krieg allgegenwärtiger als Frieden. Weltweit toben Kriege. Terrormilizen versuchen, ihr extremes Gedankengut zu verbreiten. Von Konstanze Löw 

Schüler der Landrat-Gruber-Schule (LGS) haben nun Ideen erarbeitet, wie sie ihr Umfeld friedvoller gestalten können. Dass das Thema Frieden aktueller denn je ist, zeigte die Vielzahl der Klassen, die sich trotz Abiturprüfungen zum Friedensgespräch an der Landrat-Gruber-Schule angemeldet haben. „Wir wollen überlegen, was wir an unserer Schule, in Dieburg oder für den Landkreis tun können, damit sich der Frieden hier durchsetzt“, erklärte Karsten Gollnow das Ziel der Veranstaltung. Denn schließlich fange Frieden schon im Kleinen an, ist der Schulseelsorger überzeugt. Noch bis Dienstag (22.) veranstaltet die Schulseelsorge ein LGS-Extra zum Thema „Frieden geht anders – aber wie?“ Am Dienstag stand das Friedensgespräch auf dem Plan.

Nachdem Gäste auf dem Podium von einzelnen Friedensprojekten – von der Ostermarschbewegung über den ehrenamtlichen Einsatz für Bedürftige – berichtet hatten, waren die Schüler selbst gefragt. Sie setzten sich in Arbeitsgruppen mit den Referenten zusammen und sammelten Ideen, wie mehr Frieden in die Welt und in den Landkreis kommen kann.

„Weltweit die Wehrpflicht abschaffen!“, rief ein Schüler in die Runde. Andere sahen die Lösung in offenen Gesprächen zwischen verschiedenen Kulturen, um bestehende Vorurteile, die zu Krieg führen können, zu beseitigen. Auch soziale Projekte zwischen verfeindeten Ländern konnten sich die Schüler als Maßnahme vorstellen. Abschließend waren sie sich jedoch alle einig: Frieden kann nur entstehen, wenn Freundschaft und Nächstenliebe stärker sind als Hass und Vorurteile gegenüber anderen Kulturen.

Die 17-jährige Katharina war im Anschluss daran überzeugt, dass der Tag bei ihr und ihren Kollegen für neue Impulse gesorgt hat. „Mich hat vor allem der Vortrag von Lena beeindruckt. Sowas würde ich auch gerne machen“, erklärte sie. Die Frankfurter Studentin Lena Kaiser hatte die Aktion „Sühnezeichen“ vorgestellt, für die sie nach dem Abitur für zwölf Monate Hilfsbedürftige in ihrem Alltag unterstützt hat. „So kann jeder etwas für den Frieden beitragen“, appellierte die Studentin ans Publikum. Kaisers Engagement scheint ansteckend zu sein: Katharina plant nun, sich in ihrer Freizeit oder nach dem Abitur für eine friedliche Welt einzusetzen.

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