Ziel: Im nächsten Jahr Rathaus erobern

Renee Exner ist CDU-Kandidat

Dieburg - Der Bürgermeisterwahlkampf ist am Dienstagabend eröffnet worden: 65 CDU-Mitglieder haben sich bei einer Versammlung in der Römerhalle für Renee Exner als Kandidaten ausgesprochen, 34 für den Gegenkandidaten Andreas Wick. Von Lisa Hager 

Renee Exner, der Bürgermeisterkandidat der CDU.

Exner kündigte an, die Tradition der CDU- Bürgermeister in Dieburg fortsetzen zu wollen – allerdings unter modernen Vorzeichen. Überwältigt und sichtlich gerührt bedankte sich Exner (43) für das in ihn gesetzte Vertrauen, als gegen 21.30 Uhr das Ergebnis feststand. 100 CDU-Mitglieder stimmten ab, nachdem sich die beiden Kandidaten in einer Grundsatzrede positioniert hatten. Die Versammlung war erstmals in der über 70-jährigen Geschichte der CDU Dieburg öffentlich. Lediglich die Aussprache der Mitglieder nach der Vorstellungsrunde verlief unter Ausschluss der Kandidaten und der Öffentlichkeit. Auf Exner entfielen 65, auf Wick 34 Stimmen. Eine Stimme war ungültig.

Dass es mit dem 56-jährigen Wick überhaupt einen Gegenkandidaten gab, wollte Exner nicht als Zeichen für die Uneinigkeit innerhalb der CDU verstanden wissen. „Das ist durchweg als positiv zu bezeichnen, da es zeigt, dass wir uns jederzeit mit basisdemokratischen Themen auseinandersetzen“, sagte der Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzende. In seiner Rede unterstrich er den Gedanken der Bürgernähe. „Das bedeutet Offenheit und Freundlichkeit. Und Respekt vor jedem Einzelnen“, sagte er. Die entscheidende Frage müsse immer sein, was Dieburg nach vorne bringe, so Exner. „Und da lasse ich mich gerne überzeugen, egal, woher die Idee kommt.“ Er verzichte bewusst darauf, an der Stelle ein Wahlprogramm zu präsentieren, denn das müsse gemeinsam entwickelt werden. Dieburg stehe vor schwierigen Aufgaben, die Sanierung des Freibads, des Feuerwehrstützpunkts und des Betriebshofs führte er später auf Nachfrage als Beispiele an. „Aber ein Bürgermeister darf keine Alleingänge machen“, so Exner.

Andreas Wick unterlag: Auf ihn entfiel ein Drittel der Stimmen.

Wick hingegen legte Programmpunkte vor, die ihm besonders am Herzen lagen. In Dieburg müsse mehr Wohnraum geschaffen und das durch die Schließung des St. Rochus Krankenhauses entstandene Vakuum beseitigt werden. Bei den Ausgaben der Stadt müsse stets auf einen ausgeglichenen Haushalt geachtet werden. „Öffentliche Gelder sind nur geliehene Gelder, wir müssen so vorsichtig damit umgehen, als ob es unser Privatvermögen wäre.“ Als letzten Punkt nannte er den Ausbau von Synergieeffekten durch mehr Zusammenarbeit mit den Nachbarngemeinden Münster und Groß-Zimmern.

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