Städtische Bibliothek feiert 60-jähriges Bestehen

Ein Römer lockt in die Bücherei

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Ín seinem Streitwagen fuhr ein Römer durch die Zuckerstraße und machte auf des Bücherei-Fest aufmerksam.

Dieburg - Wie es sich für eine Stadt mit reicher römischer Geschichte gehört, spielte der historische Bezug auch bei der Feier zum 60-jährigen Bestehen der Stadtbibliothek eine Rolle. Mr. van Dee, stil-echt gewandet, zog in seinem Streitwagen durch die Fußgängerzone, um auf das Jubiläum hinzuweisen. Von Stefan Scharkopf 

Mit einem Tag der offenen Tür in der Zuckerstraße 25 wurden die sechs Jahrzehnte Bücherei gefeiert. Kindertheater und Schminken der kleinen Besucher gehörten ebenso zum Programm wie ein Malkurs des Ateliers Hénon. Theresa Frassl bastelte mit den Mädels und Jungs, die Schauspielerin Sabrina Faber und der Autor Hans-Josef Rautenberg lasen vor, der LEA-Leseklub widmete sich dem Roman „Im Juli“. Die Schokowerkstatt mit Bernhard Knitsch ließ feinen Schokoduft durch die Räume ziehen. Bilder aus Afrika von Rolf Hellerbach waren auf einem Bildschirm zu sehen. Kaffee und Kuchen gab es ebenfalls.

Wie Leiterin Annette Rüth sagte, stellt die Dienstleistungseinrichtung ihren Benutzern rund 60.000 Medien zur Verfügung. Dazu gehört natürlich nicht nur Gedrucktes wie Bücher oder Zeitschriften, CDs, DVDs, Hör- und PC-Spiele runden das Angebot ab. Zählt man noch den Onleihe-Verbund hinzu, erhöht sich die Zahl auf 250 .000. Hauptnutzer der städtischen Bibliothek ist die Generation 35 plus. Besonders beliebt sind belletristische Werke, aber auch Filme und PC-Spiele werden stark nachgefragt. Was in Dieburg auch gut geht, sind Werke zur lokalen Historie.

9.000 Leser hat die Bücherei gelistet, darunter viele Schüler der Goetheschule. Sehr beachtlich: 95.000 Ausleihen gibt es jährlich. Damit ist die Einrichtung – im Verhältnis zur Einwohnerzahl – die Nummer eins in den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Odenwald und Bergstraße.

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Wie berichtet, wurde die erste städtische Bibliothek 1956 in Schloss Fechenbach eröffnet. 3. 000 Bücher stammten zu Beginn aus der amerikanischen Lesehalle im Haus der Jugend in der Frankfurter Straßen. 1981 zog die Bibliothek ins Rathaus um. Zehn Jahre später, 1991, ging es bereits in die Goethestraße 6 und von dort vor einem Jahr in die neuen Räumlichkeiten in der Zuckerstraße 25.

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