Sanierungsarbeiten in der Gutenbergschule

Neustart zum neuen Schuljahr

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In vielen Bereichen muss der Estrich erneuert werden, da durch undicht gewordene Heizungsrohre Wasser ausgetreten ist. Die Feuchtigkeit stieg auch in manche Wände hoch, die – wie hier – neu verputzt werden müssen. -

Dieburg - Die gute Nachricht: Nach den Sommerferien können die Gutenbergschüler wieder zurück in ihren Neubau – vorausgesetzt es kommen keine Überraschungen mehr dazu. Von Lisa Hager 

Die Kinder mussten vor gut einem Jahr aus dem erst 2012 in Betrieb genommenen Gebäude ausziehen, als dort Wasserschäden festgestellt wurden

„Die neue Gutenbergschule soll nach den Sommerferien wieder in Betrieb gehen: Wir liegen gut im Zeitplan“, ist Kreispressesprecher Frank Horneff optimistisch. Umfangreiche Sanierungsarbeiten, die bislang noch andauern, mussten nach dem Anfang des vergangenen Jahres festgestellten Schadensfall in Angriff genommen werden. Vermutlich gehen die Schäden auf eine einzige Bodenlegerfirma zurück, deren Arbeiter Dichtungen zu früh entfernt haben, die die kupfernen Heizungsrohre vor der chemischen Reaktion mit einer Ausgleichsmasse für den Estrich schützen sollten. Mit fatalen Folgen: Der Stoff hat die Rohre angefressen, Wasser lief zwischen Bodenplatte und Estrich und stieg teilweise in die Wände hoch.

Inzwischen ist die Schimmelsanierung erfolgreich abgeschlossen. Durch anschließende Probemessungen und Untersuchungen wurde die Schimmelfreiheit bestätigt. Alle Folgegewerke sind beauftragt und eingetaktet. Zur Zeit sind Trockenbauer und Verputzer am Werk. „Danach kommt der Estrich- und Bodenleger an die Reihe“, sagt Horneff. Und dieses Mal wird auf die Bodenleger sicher besonders Augenmerk gelegt.

Sanierung geht in die Millionenkosten

Die Schäden am Schulneubau könnte nach Schätzungen in die Millionen gehen. Von einer „siebenstelligen Summe“ war schon zu Beginn der Sanierung die Rede. „Eine genaue Bezifferung ist im Moment noch schwer, da sich der Umfang nach der Schadstoffsanierung vergrößert hat und die zusätzlichen Massen zur Zeit noch ermittelt werden“, sagt Horneff derzeit zu den finanziellen Folgen des Desasters.

Wer aber übernimmt am Ende die Sanierungkosten, die an dem nur zwei Jahre benutzten Schulneubau entstehen? Das Beweissicherungsverfahren sei noch nicht abgeschlossen, heißt es bei der Kreispressestelle. Insofern habe auch noch keine abschließende Einigung zur Schadensregulierung getroffen werden können.

Glück im Unglück hatte man, dass die alte Gutenbergschule zum Zeitpunkt der Schadensfeststellung noch stand. Was aber geschieht mit ihr, wenn die Kinder in den Neubau zurückgezogen sind? „In der alten Gutenbergschule bleibt weiterhin die Mensa für die Gutenbergschüler“, so Horneff. Einen Teil der Räume werde die Anne-Frank-Schule nutzen, den Rest beziehe die Alfred-Delp-Schule während ihrer Sanierungszeit. Der Abriss ist erst nach Abschluss der Baumaßnahmen auf dem Schulcampus vorgesehen. So können Containerkosten während der Sanierungszeiten eingespart werden.

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