Marien- und Gutenbergschule

Die gute Nachricht: Fehler dürfen sein

+
Das Melden klappt bei den Erstklässlern der Gutenbergschule schon gut. Für 56 Kinder begann am Dienstag die Schulkarriere.

Dieburg - Die Schulzeit ist bekanntlich die schönste Zeit. Dem Start in dieses erstrebenswerte Leben fieberten – sichtlich aufgeregt – insgesamt 118 ABC-Schützen während der Einschulungsfeiern an der Marien- und Gutenbergschule entgegen. Von Lisa Hager und Konstanze Löw 

„Marienkäfer stehen für eure zukünftige Schule, die Marienschule.“ Mit diesen Worten begrüßt Schullleiter Lothar Oberle die insgesamt 62 Erstklässler bei der Einschulungsfeier in der Turnhalle in der Frankfurter Straße. Die drei ersten Klassen werden von Eva Ober, Sabine von Mörner und Kai Brandau geleitet. Brandau konnte seine Klasse erst am Mittwoch begrüßen, da er wegen der Einschulung seines Kindes verhindert war. An diesem Tag wurde er von Frau Dörr vertreten, die zur Begrüßung der 1c ein vergrößertes Foto von Brandau hochhielt.

Während sich die Kinder mit den Klassenlehrern zusammenfinden, bekommen sie einen Marienkäfer aus Holz geschenkt. „Der Käfer soll euch immer an eure Einschulung erinnern“, erklärt Oberle. Doch bevor die frischgebackenen Erstklässler samt kunterbunten Schultüten und den Klassenlehrern in ihre Unterrichtsräume verschwinden können, erwartet sie eine unterhaltsame Einschulungsfeier.

Die Zweitklässler sorgen mit ihren Darbietungen für gute Stimmung. In einheitlichen Outfits tanzen sie zur lauten Musik. Danach gibt die Klasse 2c den „Buchstaben-Rap“ zum Besten, der den Neuankömmlinge verrät, was sie im laufenden Schuljahr so alles lernen werden. Und da die Zeit als Erstklässler schnell vorbei gehen wird, verrät Oberle schon, was den ABC-Schützen in einem Jahr blüht: „Dann steht ihr hier auf der Bühne und begrüßt die Neuen.“ Doch schaut man in die Augen der Kleinen, sieht man vor allem Vorfreude, aber auch Nervosität wegen der kommenden Stunden. Doch der Rektor beruhigt. „Ihr seid nicht allein damit. Auch eure Eltern und die Lehrer sind aufgeregt!“

Ist das erste Herzflattern überwunden, überwiegt an diesem Tag die Vorfreude auf die Überraschungen aus der Schultüte. So auch bei Laura, die es kaum erwarten kann, ihre mit Einhörnern verzierte Schultüte endlich zu öffnen.

Die Schultüte von Moritz, der erwartungsvoll neben anderen 55 Erstklässlern auf dem Boden der Gutenberghalle sitzt, ist mit Dinos verziert. Das wichtige Accessoire zieht sich wie ein roter Faden durch die Begrüßungsfeier, die Schulleiterin Silke Werner-Lehr charmant moderiert. Sie sei ja von der Zeitung (nachzulesen im DA vom Montag) nach ihren eigenen Erlebnissen am ersten Schultag gefragt worden, erzählt sie den aufgeregten Kindern, die mit Eltern und Großeltern gekommen sind. Da habe sie überlegt, was in ihrer Schultüte damals gewesen sei. So kam sie auf die Idee, den Erstklässlern von Erstklässlern eine ganz besondere Schultüte packen zu lassen. Das Wichtigste von allen Geschenken darin: Ein Radiergummi als Zeichen, dass man Fehler machen darf. „Man kann immer wieder von vorn anfangen“, besänftigt Werner-Lehr eventuelle Versagensängste.

Der Mini-Chor aus den Klassen drei und vier begrüßt die Neuen herzlich mit Willkommensliedern („Es ist klasse, dass du bist“). Die zweiten Klassen schenken den Neuen musikalisch Luftballons und weiße Wolken. Mit ihren Lehrerinnen Simone Gabriel (1 a), Marie Hackel (1 b) und Simone Schäfer (1 c) ziehen die Kinder dann rüber in ihre Klassenräume in der wieder in Betrieb genommenen neuen Gutenbergschule. Eltern der Zweitklässler erwarten die erwachsenen Begleiter der Anfänger in einer eigens für diesen Tag eingerichteten Cafeteria zu Kuchen, Snacks und belegten Brötchen – Pausebrot eben.

Kommentare