Geld für Integrationsprojekte

Sternsinger bringen Dieburgern Segen

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Talia (links), Emma, Evelyn und Lana gingen mit Kala (in Gelb) und Begleitperson Rebecca Munz auf Hausbesuch

Dieburg - „Gottes Segen euch geleite, durch dies neue Jahr euch führ’. “ Caspar, Melchior und Balthasar ziehen seit Donnerstag gleich in vierfacher Besetzung und mit je einem Sternträger los, um 300 Dieburger Haushalten den Segen Christi zu bringen. Von Katrin Muhl 

Hier fehlte noch eine Krone, dort ein Stern und die passende Hose. Die Ausrüstung perfekt machte die Sternsinger-Tasche mit Weihrauch, gesegneter Kreide, Liedblatt, Laufzettel und Stadtplan. Gemeindereferentin Jutta Lehmann-Braun hatte im Pater-Delp-Haus alle Hände voll zu tun, um die vier ersten Sternsingergruppen für ihren Einsatz fertigzumachen. Hilfe leisteten vier Mütter, die beim Verkleiden Kronen richteten und Umhänge umbanden und später je eine Gruppe beim Streifzug durch Dieburg begleiteten.

„Ich habe die Stadt in drei Bezirke eingeteilt. Heute sind wir rund um den Schlangensee und den Campus unterwegs“, erklärte Lehmann-Braun. Könige und Sternträger orientieren sich an Laufzetteln mit Adressen Interessierter, die sich vorher angemeldet haben. Wer den „hohen Besuch“ nicht wünscht, bekommt auch keinen.

„Christus mansionem benedicat – Christis segne dieses Haus“

Ausgesendet wurden 37 Kinder zwischen fünf und 14 Jahren im Gottesdienst am Mittwoch, dem eigentlichen Dreikönigstag. „Wir starten dieses Jahr einen Tag später, weil viele Kinder erst jetzt aus dem Urlaub zurück sind“, erklärte Lehmann-Braun. Auch heute, an ihrem letzten Einsatztag, ziehen die Könige und Königinnen in mehreren Gruppen von Haus zu Haus, singen Lieder, sagen ein Sprüchlein auf, spenden Segen und sammeln Geld für Kinder in Not. „Ich bin schon seit drei Jahren dabei weil es mir so viel Spaß macht und weil wir das für einen guten Zweck machen“, sagt Tobias (14). Der Erlös geht wie immer an das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, das in diesem Jahr Integrationsprojekte in Bolivien unterstützen will. Passend dazu steht die Sternsingeraktion 2016 unter dem Motto „Respekt für Dich, für mich, für andere“.

Die Dieburger Sternsinger haben eine klare Vorstellung davon, was „Respekt“ für sie heißt. „Für mich bedeutet Respekt, andere nicht zu ärgern, weil man ja selbst nicht geärgert werden will und dass man Menschen aus einem anderen Land, genauso respektiert, wie die, die hier leben“, sagt Torben. Sternsinger-Kollege Sören stimmt zu, meint aber „Respekt heißt auch, dass man seinen Gesprächspartner erst ausreden lässt, bevor man selbst spricht.“ Kurz und knapp formuliert es Nils: „Ich finde, Respekt bedeutet auch Liebe“.

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