Cover-Band King of Pain sorgt für Stimmung

Trockene Sitzbänke zum Auftakt des Trapezteichfestes

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Der Samstagabend fand – trotz hoher Regenwahrscheinlichkeit – sein Publikum.

Dieburg - Als am Samstag die Rock-Coverband King of Pain das Abendprogramm des Trapezteichfestes eröffnet (Bericht vom Sonntag folgt), ist damit für zwei Besucher eine Premiere verbunden.

„Wir wohnen schon seit einiger Zeit in Dieburg. Aber wir waren noch nie hier“, sagt der 55-jährige Buchhalter, der mit seiner Frau gekommen ist. Das wolle man heute Abend, trotz Fußball im TV, ändern. „Die Deutschen spielen ja erst morgen. Und das Ergebnis der anderen lässt sich ja auf dem Handy einsehen“, heißt es. Der erste Eindruck des Paares ist positiv: „Das ist ein sehr schönes und gemütliches Ambiente. “ Nur der Bandname der Cover-Musiker ist den beiden nicht ganz geheuer: „Wir hoffen, dass der Name nicht das hält, was er verspricht“, sagen die Gäste lachend. Wie sich bald heraustellt, geht die Musik direkt ins Ohr und nicht auf die Nerven.

Rund drei Stunden zuvor hatten die beiden ausrichtenden Vereine, die Freie Sängervereinigung und die Sängerlust, mit ihren Vorstandsmitgliedern Johanna Hermann und Lothar Wolf den Startschuss zum Feiern gegeben. Der graue, wolkenverhangene Himmel ließ erstmal nichts Gutes von oben erahnen, weshalb die Gäste verhalten eintrudelten. Mit dem Griff in die Saiten von King of Pain wuchs dann aber doch die Zahl derer, die glaubten, dass es trocken bleibt, auf eine stattliche Summe an. Vor allem der frischgemähte Rasen unter den Füßen wurde genossen, dazu die grüne Parkidylle, die Abstand von hektischer Zeit bietet.

Laut Lothar Wolf habe die Sängerlust schon an anderer Stelle, nämlich beim Schlossgartenfest, die Idee gehabt, verstärkt die Tiefe des Parks zu nutzen. Die Reaktionen dazu seien aber eher skeptisch ausgefallen. 2000 löste man laut Wolf dann aber doch den Weinbereich aus dem Zeltverband und platzierte diesen direkt im Park. Dafür wurde sogar eine eigene Wasserversorgung gelegt. Das Konzept hat sich bis in die Gegenwart etabliert und wurde sogar noch ausgebaut. Mit dem Trapezteichfest beweisen Sängerlust und Freie Sängervereinigung seit 2001, dass sich abseits des Festplatzes und eine Nummer kleiner, fast noch gemütlicher feiern lässt. 

mj

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