Museumsförderverein weiht Richard Löbigs Sandstein-Werk ein

„Wasser marsch“ für den Römerbrunnen

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Im Beisein von rund 80 geladenen Gästen weihte der Verein der Freunde und Förderer des Museums Schloss Fechenbach am Samstagvormittag den Römerbrunnen ein.

Dieburg - Dieburg hat seit Samstagvormittag offiziell seinen siebten großen (Zier-)Brunnen: Der Verein der Freunde und Förderer des Museums Schloss Fechenbach weihte den neuen Römerbrunnen am Museum ein. Von Jens Dörr

Die Bezifferung als siebten Dieburger Brunnen nahm im Beisein von rund 80 geladenen Gästen Christina Klostermann, Erste Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Museums Schloss Fechenbach vor, ehe sie auf dem Areal zwischen Museumstrakt und Parkplatz „Wasser marsch“ rief. Damit weihte sie stellvertretend für Verein und Stadt den neuen Römerbrunnen ein, den der Dieburger Bildhauer und Restaurator Richard Löbig gestaltet hat.

Klostermann erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass endlich gut werde, was lange gedauert habe: „Der Platz war seit Jahren verunkrautet, doch das ursprüngliche Konzept zur Neugestaltung wurde aus Geldnot nicht umgesetzt.“ Also brachte allein der Verein in den vergangenen Jahren aus eigenen Mitteln und über Sponsoren 30.000 Euro auf. Mit diesem finanziellen Pfund in der Hand setzte der Verein schließlich zur Verschönerung des Bereichs hinter dem Museum auf den Römerbrunnen als Mittelpunkt: „Ein Brunnen belebt“, so Klostermann. „Wir hoffen, dass er zum Treffpunkt wird.“

Ihren Beitrag dazu, dass nun diese Lösung für das Areal realisiert wurde, hätten auch Verwaltung, Parlament und Bauhof geleistet, würdigte die Vorsitzende am Samstag. Sie dankte darüber hinaus diversen Sponsoren, im Besonderen den heimischen Banken sowie den Unternehmen Draht-Weißbäcker und Stihl. Neben der Firma Wildhirt & Rothmayer Gartentechnik („Die Regenmacher“), die für die Brunnentechnik verantwortlich sind, dankte Klostermann natürlich dem Brunnengestalter Löbig, der auch schon die Jupitergiganten-Säule auf dem Römerkreisel nachgebildet hatte. Er setzte bei der Erschaffung des Römerbrunnens auf Sandstein, „ein bodenständiges Material, das zum neoklassizistischen Gebäude sowie zum Neubau passt“, meinte Klostermann.

Buchstäbliche Krönung auf dem „Haupt“ des Brunnens sind die Köpfe der drei Gorgonen - geflügelte Schreckgestalten mit Schlangenhaaren, die eigentlich der griechischen Mythologie entstammen. Derer hätten sich später indes auch die Römer bedient, stellte Klostermann heraus. Dem Mythos nach ließen sie jeden, der sie anblickte, sofort zu Stein erstarren. Davon war am Samstag glücklicherweise freilich nichts zu spüren, vielmehr Freude über den Abschluss des Projekts. Erstmals vor den Augen der Öffentlichkeit plätscherte dann auch das kühle Nass im Römerbrunnen. Wer in diesen Tagen am Brunnen vorbeispaziert, wird ihn allerdings nicht in Betrieb erleben: Für eine längere Zeit am Stück wird er erst im Frühjahr bei steigenden Temperaturen eingeschaltet.

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