Dieburgerin bedankt sich nach schwerer Krankheit bei Familie

Weil stille Helden goldwert sind

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Ein besonderer Ort, um danke zu sagen: Christine Enders-Fuchs (links) zusammen mit den Höhnern (auf der Bühne im Hintergrund) im ZDF-Fernsehgarten.

dieburg - Viele werden sie vor allem durch die Mitgröl- Garanten und Fastnachts-Hits wie „Viva Colonia“ oder „Die Karawane zieht weiter . . . dä Sultan hät Doosch“ kennen. Von Konstanze Löw 

Dass die Höhner auch anders können, als Partystimmung zu verbreiten, haben sie zusammen mit der Dieburgerin Christine Enders-Fuchs im ZDF-Fernsehgarten bewiesen. Die Geschichte der alleinerziehenden Mutter Christine Enders-Fuchs aus Dieburg ist emotional und alles andere als beneidenswert. Alles beginnt 2014 mit einer unbehandelten Thrombose, die eine Lungenembolie zur Folge hat. Wochenlange Krankenhausaufenthalte auf der Intensivstation des Groß-Umstädter Krankenhauses folgen. Ringen um Leben und Tod wird für Fuchs-Enders zum Alltag. Nach Wochen geht es der Managerin einer Dieburger Praxis besser, sie wird nach Hause entlassen. „Da steht man dann im Treppenhaus und muss sich Stufe für Stufe hocharbeiten“, erinnert sich die heute 52-Jährige. Doch zusammen mit ihrer 19-Jährigen Tochter Lorena, ihrer Mutter und Freundinnen kämpft sie sich Stück für Stück ins Leben zurück.

Nach der Freude über einen Überraschungsurlaub zusammen mit der Mutter und Tochter, ist der Schock drei Tage vor Abflug dann besonders groß: Enders-Fuchs bricht sich bei einem Sturz den Fuß – Bett hüten statt Sonne tanken. „Dann bin ich in ein richtiges Loch gefallen“, erinnert sich die eigentlich so lebensfrohe Frau mit den langen schwarzen Haaren. Ohne Hilfe ihrer fleißigen Unterstützer, ist sie sich sicher, hätte sie dieses Jahr nicht überstanden.

2016 bekommt Enders-Fuchs dann die Chance zum Danke sagen: Die Dieburgerin schreibt an das Team vom ZDF-Fernsehgarten, schildert ihre Geschichte. Sie wünscht sich, dass sie zusammen mit den Höhnern ihre Liebsten überraschen kann. „Ich wollte meiner Familie und Freunden etwas zurückgeben“, erklärt die Dieburgerin. Am 8. Mai ist es dann so weit: Nichtsahnend sitzen die Höhner-Fans aus der Gersprenzstadt im Mainzer Fernsehgarten. Chris, so wird sie von ihren Freunden genannt, ist aufgeregt vor ihrer Rede vor großem Publikum, bei der sie musikalisch von den Höhnern aus dem Hintergrund begleitet wird. Danach singt die Kölner Band am Tisch der Dieburger ihr Lied „Stille Helden“, bei dem es um Menschen geht, die immer da sind, ohne dass man sie darum bitten muss.

Und danach wird auch Enders-Fuchs überrascht. Zusammen mit ihren Heldinnen geht es in der Limousine nach Trier, zum Zirkus Roncalli. Dort haben die Höhner am selben Abend einen Auftritt – und da dürfen die waschechten Fastnachts-Fans aus Dieburg natürlich nicht fehlen.

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