„Rekordverdächtige“ Besucherzahlen

Bei Wein und Musik gefeiert

Auch Monsignore Richard Neumann setzte sich bei Wein trifft Musik ans Klavier.  (c)Foto: ka

Dieburg - Zum zehnten Male hatte die katholische Pfarrei „St. Peter und Paul“ zur sommerabendlichen Veranstaltung „Wein trifft Musik“ eingeladen. Bei idealen Bedingungen konnte auf dem Kirchplatz bei der Filialkirche „St. Wolfgang“ gefeiert werden.

„Wir haben hier heute um die 270 Besucher. Das ist rekordverdächtig“, meinte Klaus Schulte, der zum zehnten Mal durch das Programm führte. Pfarrer Alexander Vogl freute sich sichtlich über den guten Besuch und schüttelte durch die Reihen gehend immer wieder Hände, darunter auch die der „Ehrenküsterin“ Hildegard Wallouch, die sich sogar mit dem Rollator vom Burgweg zum Kirchenvorplatz bewegt hatte, um dabei zu sein. Und ein Extragruß galt auch der Familie Horst und Ursula Schwarzer, die just am Festtag ihre goldene Hochzeit feiern konnten.

Der katholische Stadtpfarrer, der zum neunten Mal bei Wein und Musik mitfeiern konnte, sprach von einem Fest der Begegnung und der Kontaktpflege. Es solle auch dazu dienen - so bemerkte er in humorvollem Unterton - die einst doch zeitweise konkurrierenden Pfarreien „St. Peter und Paul“ und „St. Wolfgang“, die vor fünf Jahren fusionierten, zu einer Kirchengemeinde zusammenzuführen.

„Wir sind nun eine Pfarrei, beten und feiern gemeinsam“, sagte Alexander Vogl. Der aus dem „Rheinischen“ stammende Pfarrer konnte es sich nicht verkneifen, auf den sparsamen Weinverbrauch bei der Feier zum 120jährigen Bestehen der Dieburger Kolpingfamilie anzuspielen. Er hob deshalb auch das gefüllte Glas zu einem gesungenen Trinkspruch mit dem nicht eben sehr frommen Text: „Trinkfest und arbeitsscheu - aber der Kirche treu“.

Fast kein Wein bleibt ungeöffnet

Die Wünsche des Pfarrers hinsichtlich des Weinverbrauchs gingen übrigens in Erfüllung, wie Klaus Schulte am Tag darauf bilanzierte. Von den vielen Flaschen mit zwölf verschiedenen Weinsorten aus drei Wein-Anbaugebieten - der Odenwälder Weininsel, der Pfalz und Baden-Württemberg - blieben nur wenige ungeöffnet.

Die Serie der musikalischen Beiträge eröffnete der Musikverein „St. Peter und Paul“ unter Leitung von Guido Obmann. Der junge Samuel Wendt begeisterte am Klavier mit einer Filmmusik aus „Die fabelhafte Welt der Amelie“, bevor unter großem Beifall dann der Dieburger „Kaplan“, Monsignore Pfarrer Richard Neumann in die Tasten griff. Der Mittachtziger, der viele Jahre Pfarrer in „St. Peter und Paul“ war und nun hier seinen „Unruhestand“ verbringt, spielte anschließend gemeinsam mit Diethard Herr noch vierhändig eine Komposition von Schubert. Weitere Auftritte folgten. So unter Leitung von Lothar Oberle mit gemeinsamen Gesang, darunter mit einem Kanon. Der katholische Kirchenchor „Cäcilia“ sang unter Leitung von Kantor Werner Utmelleki. Lothar Oberle dirigierte den Gospelchor „Resta con noi“. Und schließlich trat zum Finale noch die Gruppe „Halbelf“ auf.

ka

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