Gebäude auf dem Ludwigshallengelände

Weniger Wohnungen

+
Ein Rundgang zu den Punkten der Stadtmauer endete auf dem Luha-Gelände. Dort stellte Ulrich Scheinert die Pläne vor.

Dieburg - „Wann geht´s denn endlich los auf dem Ludwigshallengelände?“ Diese Frage Dieburger Bürger war in letzter Zeit oft zu hören. Nach dem Abriss der altehrwürdigen Fastnachtshochburg, die durch die Römerhalle ersetzt wurde, tat sich lange nichts. Von Lisa Hager 

Spätestens in der ersten Oktoberwoche sollen jetzt die Bauarbeiten beginnen. Es entstehen zwölf Wohnungen – weniger als geplant – und Arztpraxen – mehr als geplant. Die Baugenehmigung für die vier Gebäude liegt schon lange vor – die Dieburger wunderten sich, warum auf dem Filetstück in der Zentturmstraße nicht endlich mit den Arbeiten begonnen wird. Der Fund eines Teilstücks der historischen Stadtmauer beispielsweise musste erst dokumentiert werden, sagt Ulrich Scheinert von der Projektbau-Firma Biskupek & Scheinert aus Darmstadt. Er ist in Dieburg aufgewachsen, seine Mutter lebt noch immer hier. Scheinert will das Relikt der Stadtmauer in die Architektur einer der geplanten Arztpraxen integrieren. Den historischen und städtebaulichen Bezug zu erhalten, liegt ihm beim Projekt Ludwigshall in der Zentturmstraße am Herzen. Die beiden vorderen kleinen Gebäude zur Zentturmstraße hin werden äußerlich der bestehenden Altstadtbebauung angepasst. Das erläuterte er kürzlich auch bei einer Stadtführung zu den Punkten der ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauer, die auf dem Ludwigshallengelände endete.

Nicht ebenso begeistert sein werden die Stadtverordneten von einer Änderung der Baupläne, die erst noch genehmigt werden müssen. Statt der ursprünglich projektierten 26 Wohnungen sollen jetzt nur noch zwölf übrig bleiben. „Das hat damit zu tun, dass überraschend viele Anfragen von Ärzten kamen“, sagt Scheinert. So wird in die Zentturmstraße 10 – ursprünglich als reines Wohnhaus mit mehreren Appartements konzipiert – eine kieferorthopädische Praxis aus Dieburg einziehen. Dazu kommt ein Kinderarzt und eine weitere Einrichtung aus dem Gesundheitsbereich.

Die geänderten Pläne lägen dem Magistrat inzwischen vor, jetzt müsse er erst auf Genehmigung warten. Vorarbeiten zum Großbauprojekt könnten dennoch beginnen. Von ihrem beengten Standort Zentturmstraße 6 in das neue Gebäude Nr. 16 (mit 1 000 Quadratmetern) wird das Augenzentrum Dieburg (Praxis Wedelin/Müller und Kollegen) umziehen. Das sei schon vor Jahren vereinbart, stellt Scheinert klar. Auch zwei OPs für die Augenärzte werden dort Platz finden.

Kommentare