Gut gelaunter Fastnachtumzug

Wenn Aliens laut Äla rufen

Bestens gelaunt: Das Kinderprinzenpaar (Julius I. und Denise I.) hat den Überblick über die ausgelassene Schar der Nachwuchsnarren. - Foto: Patrick Liste

Dieburg - Der vorsorglich über manche bunten Kostüme gezogene Regenschutz aus Plastik wurde nicht gebraucht: Die rund 1900 Teilnehmer des Kinderumzugs zogen gestern Nachmittag trockenen Fußes und unter lautem Jubel der großen und kleinen Zaungäste durch Dieburg. Von Lisa Hager

Traditionell markiert der Umzug den ersten Eckpfeiler der fastnächtlichen Höhepunkte der Stadt. Blaue Schmetterlinge (Kita Muggelburg), bunte Kraken (Integrative Kita Kindernest) und eine ausgelassene Wikingerschar (Kita Ruhbäumchen) teilten sich gestern Nachmittag mit vielen anderen fantasievollen Geschöpfen die Gassen der Dieburger Innenstadt. 21 Fastnachtsgruppen, 16 Kindergärten, Schulen und Vereinsabteilungen sowie etliche Musikkappellen brachten um die 1900 Teilnehmer auf die Strecke.

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Während sich die erwachsenen Zaungäste schon mal im „Dibborsch Äla“ auf die kommenden Höhepunkte der Kampagne vorbereiteten, hatten die Kleinen genug damit zu tun, die geworfenen „Gudsje“ vom Boden aufzusammeln. Die süßen Mäusekinder der Kita Dreikäsehoch brachten sich ihre Verpflegung vorsorglich in Form von leckerem Emmentaler auf zwei Beinen mit. Mit flotter Musik zog die Elterninitiative „Gu-Ru-Brothers“ mit und die Gutenbergschule bot ganze Heerscharen von breitschultrigen Footballspielern auf, die von Cheerleadern mit „Go Gudie, go – närrisch sind wir sowieso“ in Schwung gebracht wurden. Mit 95 Teilnehmern stellten sie die größte Gruppe des Umzugs.

Große Augen machten die „Minions“ der Kita Odenwaldstraße. Der eine oder andere „Mini-Minion“ im Kinderwagen hatte die echten Augen seelenruhig geschlossen. Dass alle „Kinder einer Welt“ sind und sich nach Frieden sehnen, demonstrierten die Kleinen der Kitas St. Martin und St. Josef auf eindrucksvolle Weise. Als Helm fungierte dabei ein halbierter Globus. Die Kita St. Wolfgang ließ es „richtig krachen“ und die Marienschüler machten sich als giftgrüne „ÄL(A)iens“ auf den närrischen Weg.

TV-Tiger jonglierten auf Einrädern und die Stoppelhopser schickten Störche auf die Gass‘, die Prinzen-Babys im Schnabel hielten. Schließlich wird ja im St. Rochus kein närrischer Nachwuchs mehr geboren. Etliche andere Fastnachtsgruppen waren auch mit Vorjahreskostümen unterwegs, um die Dieburger auf die kommenden närrischen Höhepunkte einzustimmen. Der Nachwuchs der Sängerlust rockte das Publikum mit einer überdimensionalen Gitarre und dreimal Äla. Zum Abschluss warf das Kinderprinzenpaar Julius I. und Denise I. (Julius Gärtner und Denise Weyrauch) seinen Untertanen süße Kalorienbömbchen zu, was die vier Arme hergaben. Schließlich wollte das auf dem Zugweg geleerte Energiedepot wieder aufgefüllt werden.

Bilder: Kinderumzug in Dieburg

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