Antrag auf Aufnahme in CDU gestellt

Dr. Werner Thomas wird Christdemokrat

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Mit seinem „Land-Rad“ wollte Dr. Werner Thomas ins Landratsamt radeln. Das hat nicht geklappt. Für diesen Fall hatte er sich vorgenommen, in die CDU einzutreten.

Dieburg - Jahrzehntelang stets mit einem CDU-Bürgermeister an der Spitze, hat Dieburg in Kürze wieder einen christdemokratischen Rathaus-Chef: Dr. Werner Thomas, bislang parteilos, reichte am Donnerstag seinen Antrag auf Aufnahme in die Volkspartei ein. Der 61-Jährige bestätigte gestern entsprechende Informationen unserer Zeitung. Von Jens Dörr

„Ich habe im Landrats-Wahlkampf gute Erfahrungen mit der CDU im Landkreis gemacht“, nannte Thomas einen Grund für seinen nur noch formal zu regelnden Eintritt. Grundsätzlich handele es sich bei diesem Schritt um „eine persönliche Entscheidung, ich bin dazu keinem Rechenschaft schuldig“. Er habe sich vor der Landratswahl aber „überlegt, dass ich eintrete, wenn ich nicht gewählt werde“. Im Gegenzug, so Thomas, habe für ihn immer festgestanden: „Wenn ich zum Landrat gewählt worden wäre, wäre ich anschließend nicht in die CDU eingetreten, um nicht opportunistisch zu wirken.“

Der jetzige Eintritt bei den Christdemokraten, die im Dieburger Stadtparlament die größte Fraktion stellen und viele Entscheidungen mehrheitlich durch eine Kooperation mit den Grünen zu treffen vermögen, habe aber nichts mit der 2016 in Hessen stattfindenden Kommunalwahlen zu tun. Am 6. März wählen die Dieburger mit dem gesamten Landkreis nicht nur den Kreistag, sondern für weitere fünf Jahre auch ihr Stadtparlament. Thomas ist seinerseits nur noch anderthalb Jahre länger Bürgermeister, tritt 2017 nicht mehr zur Wahl und damit für eine dritte, weitere sechs Jahre umfassende Amtszeit an. „Von meiner Seite aus steckt kein konkreter Plan hinter dem Eintritt“, so Thomas.

Im städtischen Parlament und dessen Ausschüssen wird er den Stadtverordneten in Kürze dennoch zumindest offiziell nicht nur als Bürgermeister, sondern auch als Parteimitglied gegenüber sitzen. Während das der Zusammenarbeit mit der Dieburger CDU nicht eben abträglich sein dürfte, fürchtet Thomas andererseits auch keinen zusätzlichen Gegenwind aus den weiteren Fraktionen SPD, Grüne, FDP und UWD: „Ich wüsste nicht, was da noch schlimmer werden könnte.“

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