Auszeichnung für Germania-Vorständler

Ehrenbriefe für ein TAV-Führungsduo

+
Erhielten von Landrat Klaus Peter Schellhaas (r.) den Ehrenbrief Hessens: Klaus-Rüdiger Wenzel (am Mikrofon) und Valentin Waldmann (l.). Links neben Wenzel seine Frau Theresia.

Eppertshausen - „Ist es überhaupt noch eine Überraschung für Sie?“ Landrat Klaus Peter Schellhaas war sich am Sonntagvormittag nicht ganz sicher, ob Klaus-Rüdiger Wenzel und Valentin Waldmann vorab nicht doch schon Lunte gerochen hatten.

Auf der 125-Jahr-Feier des Turn- und Athletik-Verein (TAV) Eppertshausen (wir berichteten) erläuterte der Sozialdemokrat, weshalb: Er habe sich kürzlich verplaudert, aus Versehen von einer Veranstaltung in Eppertshausen gesprochen, „wo ich demnächst zwei Landesehrenbriefe überreichen soll“. Während ein Teil solcher Auszeichnungen den Geehrten vor der Überreichung vorab kundgetan wird, wird ein anderer bei passendem Anlass - etwa einem Jubiläum - ohne das vorherige Wissen der künftigen Ehrenbrief-Besitzer an Frau und Mann gebracht. So sollte es auch in Eppertshausen geschehen, wo Wenzel (75) und Waldmann (77) zumindest vor dem Publikum galant auf Schellhaas’ Frage nickten.

Die beiden Mittsiebziger sind schon lange im TAV engagiert und bis heute dennoch nicht aus der Führungsarbeit des 700-Mitglieder-Vereins wegzudenken. Erst kürzlich wurden beide wieder für die weitere Vorstandsarbeit gewählt. Wenzel ist seit 1999 Vorsitzender des TAV Eppertshausen und leitet darüber hinaus seit 1992 den Bauausschuss des Vereins. Waldmann war einst zwei Jahre lang Kassenwart beim TAV, ist seit 1999 Zweiter Vorsitzender und arbeitet wie Wenzel seiz 1992 im Bauausschuss mit.

Verdienste um die Gesellschaft

Schellhaas gab nicht nur die allgemeine Begründung für einen Landesehrenbrief wieder - dass man sich in besonderem Maße um die Gesellschaft verdient gemacht habe -, sondern stellte konkreter auch das hohe Ansehen heraus, das Wenzel und Waldmann im TAV Eppertshausen genießen. „Der TAV ist Ihr Leben“, so der Landrat, der vor allem würdigte: „Sie haben zeitgleich Verantwortung genommen für eine Zeit, die nicht immer einfach war.“ Damit griff er den Ball aus der Festrede von Klaus Caps auf, in der dieser unter anderem den jüngsten Mitgliederschwund beim TAV - der Verein verkleinerte sich in fünf Jahren um 200 Frauen, Männer und Jugendliche - thematisiert hatte.

Schellhaas schloss mit der Feststellung: „Es hat die Richtigen getroffen“, ehe er nicht nur die Ehrenbriefe an das TAV-Führungsduo übergab, sondern dem Verein auch einen Scheck des Landkreises. Natürlich fehlte auch der obligatorische Apfelbaum nicht, den der Landrat bei jedem Jubiläum sponsert. Vorschlag von Wenzel: „Den haben Sie vor einer Woche auch beim Jubiläum der Germania überreicht - vielleicht legen wir draußen zusammen einen Obstgarten an.“

jd

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Quelle: op-online.de

Kommentare