Beaujolais-Fest lockt viele Genießer ins Haus der Vereine

Köstlichkeiten aus Frankreich aufgetischt

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Genossen den ersten Schluck vom neuen Wein aus Frankreich: Heidi Kramer (von links), Michael Kramer, Roland Groh und Heike Prosch, allesamt Mitglieder des Partnerschaftskomitees Eppertshausen- Chaource.

Eppertshausen - Das vor mehr als 25 Jahren gegründete Partnerschaftskomitee Eppertshausen-Chaource ist aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken. Mit zahlreichen Aktivitäten bringen die Mitglieder des Vereins einen Hauch französischer Lebensart nach Eppertshausen.

Zuletzt konnten die Bürger der Gemeinde dies beim jährlich stattfindenden Champagnerfest rund um den Chaourcer Platz am Bahnhof nicht nur erleben, sondern auch daran teilhaben. Eine weitere Gelegenheit, sich über die Lebensweisen der französischen Nachbarn zu informieren, bot das schon traditionelle Beaujolais-Fest, zu dem das Partnerschaftskomitee in das Haus der Vereine, dem ehemaligen Bahnhofsgebäude von Eppertshausen, eingeladen hatte. Zahlreich erschienen die Gäste, von launigen Musette-Klängen und fröhlichen Vereinsmitgliedern begrüßt. Allen voran Danielle Jean, Vorsitzende des Komitees und einzige gebürtige Französin in der Runde. Neben der Begrüßung ankommender Gäste kümmerte sie sich unauffällig um deren Wohlergehen und dirigierte die helfenden Vereinsmitglieder mit leichter Hand. Viel zu dirigieren hatte sie nicht, denn alles lief bestens, sodass ihr genügend Zeit blieb, individuelle Fragen zum kredenzten Wein oder zu den gereichten Köstlichkeiten zu beantworten.

Scheibchen von verschiedenen Pasteten, ergänzt um Wurstwaren, füllten die gereichten Teller. Unterschiedliche Käsesorten waren ebenfalls im Angebot. Wer mochte, konnte auch typischen französischen Linsensalat (Salade de Lentilles) probieren. Zu allem wurde, wie kann es anders sein, frisches Baguette angeboten. Alle Köstlichkeiten kamen direkt aus Frankreich. Nicht nur die essbaren Köstlichkeiten, auch der Wein. Gemeinsam mit ihrem Mann Maurice hatte Danielle Jean eine Extra-Fahrt nach Frankreich unternommen, um für diesen Abend einzukaufen. Höhepunkt war natürlich der Wein, der Beaujolais Nouveau (neuer Beaujolais).

Was ist so besonders an diesem Wein? Es handelt sich dabei um einen Rotwein, der aus der Rebsorte Gamay gekeltert und in der französischen Region Beaujolais angebaut wird. Die Winzer dieser Region erstritten sich 1951 das Recht, abweichend vom französischen Weinrecht, ihren Wein bereits im Jahr seiner Herstellung verkaufen zu dürfen. War der Verkaufsbeginn zunächst auf den 15. Dezember festgelegt, änderte sich das 1967 und 1985. Die letzte Änderung bewirkte, dass der Beaujolais Nouveau ab dem dritten Donnerstag im November verkauft werden darf.

Damit war das Beaujolais-Fest des Partnerschaftsvereins in Eppertshausen also eine Punktlandung. Natürlich wurde den Gästen kein gewöhnlicher Beaujolais Nouveau serviert, es durfte schon ein Beaujolais-Villages Nouveaux sein. Danielle Jean erklärte, dass mit dieser Bezeichnung nur Weine bestimmter Lagen der Region Beaujolais angeboten werden dürfen. Die Gäste genossen beides, das Essen und den Wein. Die Stimmung stieg, und damit der Geräuschpegel im Saal, weil alle Anwesenden sich trotz des Essens und der dezenten Musik im Hintergrund angeregten Gesprächen hingaben. (pp)

Quelle: op-online.de

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