Bunter Familienabend beim OWK

007 liebt auch den Odenwald

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Ehrungen für 50 und 60 Jahre Mitgliedschaft hatte der OWK. Unser Bild zeigt von links OWK-Bezirksleiter Wolfgang Roth, Gisela Pulß, Günther Murmann, Heinz Neiß, Josef Spielvogel und OWK-Vorsitzender Norbert Anton.

Eppertshausen - James Bond in Eppertshausen? Was erstmal unmöglich klingt, entpuppte sich am Samstag als wahr, auch wenn der Agent nicht die Welt rettete, sondern als Moderator auf der Bühne der Bürgerhalle stand. Von Michael Just 

Beim Odenwälder Abend des OWK schlüpfte Benedikt Berker in die Rolle des 007 und machte dem britischen Original zumindest optisch Konkurrenz: Schwarzer Anzug, Fliege und dunkle Sonnenbrille fehlten nicht. Statt turbulenter Verfolgungsjagden und Liaisons mit holder Weiblichkeit überzeugte der 38-Jährige als engagiertes Mitglied, das sprachgewandt und selbstbewusst die Programmpunkte ansagte.

„Der Abend steht dafür, dass der Verein über fähigen Nachwuchs verfügt und dem Vorstand um die Zukunft nicht bange sein muss“, sagte Vorsitzender Norbert Anton bei der Begrüßung. Danach übergab er das Mikro an Benedikt Berker. Neben ihm brachten sich noch viele weitere junge OWKler passioniert ein, indem sie Verantwortung für die Getränke oder die Deko übernahmen.

Beim Odenwälder Abend finden die Ehrungen des Traditionsvereins statt, dazu dürfen sich die Mitglieder über ein ansprechendes Bühnenprogramm freuen. In diesem Jahr lehnte man das Motto an den neuen James-Bond-Film an. Dass am Samstag auch Halloween war, ließ sich daran erkennen, dass viele Kinder dementsprechend geschminkt in die Halle kamen. Als Aufhänger wollten die Verantwortlichen das Fest der Untoten aber nicht heranziehen: „Das Thema hatten wir schon. Zudem ist bereits ein gewisser Sättigungsgrad in punkto Gruseln erreicht“, so Norbert Anton.

Mit seinen vier Tanzgruppen (drei im Nachwuchs- und eine im Erwachsenenbereich) sowie dem Mandolinen-Orchester, das ebenfalls über eigene Sparten für kleine und große Musiker verfügt, war genügend Potenzial vorhanden, den Abend komplett in Eigenregie zu gestalten. Den Anfang machte die Kindertanzgruppe mit einem Hexentanz. Mit Kochlöffeln in der Hand wurde bildlich eine Suppe aus Glibber, Matsch und Spinnenbeinen angerührt. Trotz James-Bond-Motto zeigte sich, dass Halloween ein willkommener Aufhänger bleibt, um daraus eine gelungene Choreografie zu entwickeln. Die Gruppe „Flinke Flitzer“ spannten Schirme auf um sich sinnbildlich im Regen zu bewegen. Die „Großen“ boten passend zum Abend einen Agententanz. Die erwachsenen Aktiven hatten eine tänzerische Darbietung aus Israel in petto. Davor erklangen Mandolinen mit dem Jugend- und dem Hauptorchester.

Die Statistik von Klaus Schledt war die Grundlage für die Wandererehrung. Über ein Punktesystem werden dabei jene Teilnehmer ausgezeichnet, die bei den Wanderterminen nur selten fehlen. Die höchsten Punktzahlen erreichten Klaus Schledt, Monika Schwarz, Christa Richter und Klaus-Jürgen Rüffer. Bei der Ehrung langjähriger Mitglieder trat der Name Reinecke in den Mittelpunkt: Vor 25 Jahren traten gleichzeitig Brigitte, Jürgen, Marcus, Monika, Stephan und Walter Reinecke ein. Ebenfalls 25 Jahre sind Angela und Franz Pascher dabei. 40 Jahre halten dem OWK Karl Müller, Ursula Münch, Rita und Matthias Murmann sowie Alban und Katharina Schledt die Treue. 50 Jahre sind es bereits bei Günter Hauke und Josef Spielvogel. Auf die fast unglaubliche Zahl von 60 Jahren Mitgliedschaft kommen Gisela Pulß, Heinz Neiß und Günther Murmann. Nach dem offiziellen Teil ließ sich der Abend gemütlich bei Gesprächen ausklingen. Davor wurden noch die Preisträger des James-Bond-Quiz ausgerufen. Wer auf einem Fragebogen Fachkenntnis über den Geheimdienst Ihrer Majestät bewies, konnte Gutscheine für die lokale Gastronomie gewinnen.

Zu Benedikt Berker als 007 gesellte sich übrigens auch eine Miss Moneypenny: In diese Rolle schlüpfte OWK-Rechnerin Roswitha Groh. Ihrem Vorbild auf der Leinwand kam sie nicht ganz nach: Statt James Bond anzuhimmeln kümmerte sie sich lieber im Hintergrund um den reibungslosen Ablauf des Abends.

Quelle: op-online.de

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